MEGGEN: Kein Happy-End - die Jungstörche sind tot

Die drei jungen Megger Weissstörche sind gestorben. Schuld ist das miese Wetter.

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Einer der völlig durchnässten Altstörche am Samstag auf dem Nest mit den toten Jungstörchen. (Bild: PD)

Einer der völlig durchnässten Altstörche am Samstag auf dem Nest mit den toten Jungstörchen. (Bild: PD)

Es ist traurig, aber wahr: Alle drei Jungstörche, die vor drei Wochen auf dem Turnhallendach des Zentralschulhauses Meggen zur Welt kamen, sind tot. «Der erste starb vor einer Woche, die beiden anderen an diesem Wochenende», erzählt der sichtlich geschockte Schulhaus-Abwart Othmar Schütz. Er hatte die Megger Storchen-Familie wie so viele andere Megger in den vergangenen Wochen in sein Herz geschlossen.

Regen und ungewohnte Kälte

«Die massiven Regenfälle und die ungewohnte Kälte der letzten Tage waren zu viel für die jungen Störche», sagt Schütz. «Da ihre Körper noch kein richtiges Federkleid, sondern erst einen dünnen Flaum hatten, waren sie dagegen nicht gewappnet.» Die beiden Megger Altstörche haben die Schlechtwettephase überlebt.

Weissstörche bauen ihre Nester (Horste) weit oben. «Sie sind dadurch für Feinde unerreichbar», sagt Matthias Kestenholz von der Vogelwarte Sempach, «andererseits aber auch speziell exponiert. Ein, zwei starke Regengüsse reichen, und die Jungen sind völlig durchnässt und können an Unterkühlung sterben.» Die Kälte habe die Megger Jungstörche im «ungünstigsten Moment» getroffen: «Sie waren schon zu gross, als dass die Altstörche sich hätten schützend über sie legen können, aber noch zu klein, als dass ihr Gefieder schon genug entwickelt war.»

Hugo Bischof

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