MEGGEN: Luzernerin arbeitet gegen die Todesstrafe

Nanon Williams wurde 1992 zum Tode verurteilt. Die Meggerin Andrea Huber setzt sich für den in Texas inhaftierten Mann ein. Sie und die Anwälte sind sicher: Williams ist unschuldig.

Drucken
Teilen
Andrea Huber engagiert sich gegen die Todesstrafe. (Archivbild Esther Michel/Neue LZ)

Andrea Huber engagiert sich gegen die Todesstrafe. (Archivbild Esther Michel/Neue LZ)

«Jedes mal, wenn ich aus dem Todestrakt ging, war ich tränenüberströmt», erzählt Andrea Huber von ihren Besuchen bei Nanon Williams. Nanon Williams wurde 1992 als 17-Jähriger zum Tode verurteilt, bis 2005 sass er in Texas in einer sechs Quadratmeter kleinen Todeszelle. Dann wurden in den USA Todesurteile gegen Häftlinge, die zur Tatzeit noch nicht volljährig waren, in lebenslange Haft umgewandelt.

Andrea Huber und Nano Williams kennen sich seit 1996. Über die Organisation «Lifespark», die Briefkontakte zu Todeszellen-Insassen in den USA vermittelt, knüpfte die 41-jährige Meggerin Kontakt zum damaligen Todeskandidaten. Sie erinnert sich an ihre erste Begegnung mit ihm im Todestrakt: «Heute glaube ich, dass ich durch diesen Besuch traumatisiert wurde. Dass ich mir zu viel zugemutet habe. Gerade, weil ich jemand bin, der viel Verantwortung spürt». Der Häftling und die Meggerin lernten sich durch eine dicke Glasscheibe hindurch kennen.

Natalie Ehrenzweig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch im Auslandsteil der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.