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MEGGEN: Megger wollen mehr Parkplätze an Seestrasse

172 Personen äusserten sich zur geplanten Neugestaltung der Seestrasse: Es gibt zu wenig Parkplätze, und der Schaugarten ist umstritten.
Alexander von Däniken
Der Megger Gemeindeammann Hans-Peter Hürlimann gestern an der Seepromenade in Meggen. (Bild Pius Amrein)

Der Megger Gemeindeammann Hans-Peter Hürlimann gestern an der Seepromenade in Meggen. (Bild Pius Amrein)

Rund 4 Millionen Franken will der Megger Gemeinderat investieren, um den Seestrassenabschnitt zwischen der Badi Meggen und dem Fridolin-Hofer-Platz neu zu gestalten. Der Gemeinderat hat viel vor: Tempo 20 einführen und damit den knapp 300 Meter langen Strassenabschnitt zur Begegnungszone machen. Weiter soll die Stützmauer zum St. Charles Park im Bereich Badi um 7,5 Meter Richtung Hang verlegt werden, um Platz für Parkplätze zu schaffen. Der Mühlebach soll offengelegt und renaturiert sowie ein Schaugarten mit Megger Pflanzen eingerichtet werden. Ausgangslage der Pläne ist der schlechte Zustand der Seestrasse und der darin liegenden Werkleitungen. Die Sanierung will der Gemeinderat nutzen, um eine attraktive Seepromenade zu gestalten. Jetzt zeigt sich, ob die Bevölkerung das auch will.

Im Rahmen einer Ausstellung vom 19. bis zum 30. August haben sich rund 400 Personen über die einzelnen Projekte informiert. Davon sind 172 Personen und Organisationen der Einladung des Gemeinderats gefolgt und haben sich anlässlich einer öffentlichen Mitwirkung zu den Projekten geäussert.

«Parkhaus ginge zu weit»

Nur die Hälfte der Rückmeldungen heisst das Kernelement – die Sanierung der Strasse – vorbehaltlos gut, wie die Auswertung der Mitwirkung zeigt, die der Gemeinderat gestern veröffentlicht hat. «Daraus kann geschlossen werden, dass die Ausgestaltung der Begegnungszone noch optimiert werden muss», schreibt dazu der Gemeinderat. Hauptkritikpunkt ist die Zahl der beabsichtigten Parkplätze. Die Verschiebung der Stützmauer beim St. Charles Park bietet Ersatz für die wegfallenden Parkplätze entlang der Quaimauer.

Laut Gemeindeammann Hans Peter Hürlimann (FDP) habe es sogar die Anregung eines neuen, unterirdischen Parkhauses gegeben: «Doch das ginge zu weit und würde sich kaum lohnen.» Eine Lösung des Parkplatzproblems bei Spitzentagen werde allerdings noch gesucht. Denn der Wunsch der Bevölkerung sei eindeutig: «Niemand sprach von zu viel geplanten Parkplätzen.»

Garten – «Umsetzung schwierig»

Gar nicht eindeutig sind die Rückmeldungen über die Schaffung eines Schaugartens mit Megger Pflanzen bei der Benzeholz-Galerie. Zwar finden 61 Prozent an dieser Idee Gefallen, aber die grundsätzliche Ablehnung war mit 23 Prozent bei keinem anderen Teilprojekt so gross wie hier. 16 Prozent äusserten sich kritisch – etwa mit dem Verweis, dass ein solcher Garten besser an einer anderen Stelle gebaut werden sollte. «Wenn eine Idee so polarisiert, wird eine Umsetzung wohl schwierig», so Hürlimann.

Weniger umstritten ist die Neugestaltung des Benzeholzplatzes bei der Badi. Dieses Projekt beurteilen 68 Prozent der Befragten als gut. Trotzdem gibt es auch hier Optimierungspotenzial. Hürlimann: «Einige Personen machten uns darauf aufmerksam, dass es bei der Wasserungsrampe für Boote bei grossem Andrang Probleme geben kann. Solche Rückmeldungen sind für uns wertvoll.»

Drei Viertel für WC-Sanierung

Kaum Kritik gibt es bei der geplanten Sanierung der Toilettenanlage beim Fridolin-Hofer-Platz (Zustimmung: 75 Prozent). Geäusserte Inputs betreffen behindertengerechte Toiletten, Duschen und Umkleidekabinen. Auch die Renaturierung und teilweise Offenlegung des Mühlebachs hat kaum Anlass zu Kritik gegeben (73 Prozent Zustimmung). Einzelne Megger befürchten allerdings, dass die geschätzten Kosten von 100 000 Franken für die Revitalisierung nördlich der Seestrasse nicht ausreichen würden. Ausserdem müsse auf die Wasserqualität geachtet werden; bei Regenwetter werde der Bach trübe.

Der Gemeinderat wird jetzt das Projekt unter Berücksichtigung der Rückmeldungen überarbeiten lassen und bis Mitte nächsten Jahres die effektiven Kosten ermitteln. Ob ein Budget- oder Sonderkredit notwendig ist, wird sich zeigen. Der Baustart ist für 2015 geplant.

Hürlimann ist «sehr erfreut» über die 172 Rückmeldungen: «Das entspricht ungefähr der Anzahl Stimmbürger an unseren Gemeindeversammlungen.» Überrascht hat ihn keine Rückmeldung, «allerdings sind wir froh um die grosse Bandbreite an Inputs». Der Gemeinderat erachte die öffentliche Mitwirkung als Erfolg: «Wenn dieses Vorgehen zum guten Gelingen beiträgt, können wir uns vorstellen, die Bevölkerung auch bei weiteren Projekten aktiv miteinzubeziehen.»

Die Auswertung der öffentlichen Mitwirkung finden Sie auf www.luzernerzeitung.ch/bonus

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