MEGGEN: Spatenstich für 51 Mietwohnungen

Im Quartier Binsböschen Süd beginnt die zweite Bauetappe. Drei Wohnungen werden vergünstigt vermietet – das ist weniger als sonst in der Gemeinde üblich.

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Das Bauprojekt «Binsgarden» oberhalb der Gotthardstrasse in Meggen. (Bild: Visualisierung PD)

Das Bauprojekt «Binsgarden» oberhalb der Gotthardstrasse in Meggen. (Bild: Visualisierung PD)

Seit einer Woche wird wieder gebaut. Die Bauherrin Livko AG realisiert an bester Lage im Quartier Binsböschen Süd in Meggen auf einer Fläche von 12 000 Quadratmetern fünf Häuser. Darin entstehen 51 Wohnungen und zwei Ateliers. Weiter wird eine Tiefgarage mit 67 Parkplätzen gebaut. Zudem sollen drei Gartenwohnungen für Familien zu vergünstigten Mietzinsen angeboten werden.

Wie gross die Fläche dieser vergünstigten Wohnungen und wie hoch deren Miete sein wird, muss dem Gemeinderat erst noch zur Genehmigung unterbreitet werden, wie Thomas Wettstein, Leiter Planung/Bau und Bauamt der Gemeinde Meggen, auf Anfrage mitteilt. Dass nur drei der 51 Wohnungen mit vergünstigten Mietzinsen im Angebot sind, habe damit zu tun, dass die hervorragende Lage für preisgünstige Wohnungen nicht besonders geeignet sei, so Wettstein. «In anderen Megger Quartieren ist der Anteil an vergünstigten Wohnungen viel höher als hier.»

Gemeindestrategie für günstigen Wohnraum

Die Vereinbarungen zwischen Bauherrschaft und Gemeinde bezüglich der Mietzinse sind eine von sechs Säulen, auf denen die Strategie der Gemeinde Meggen zur Förderung des preisgünstigen Wohnraums basiert. Die weiteren Pfeiler dieser Politik sind die Förderung von Alterswohnungen, die Unterstützung der Wohnbaugenossenschaften, die Unterstützung von Wohneigentumsgenossenschaften, gemeindeeigene Wohnungen und bestehende ältere Wohnungen auf dem freien Markt. Mit dieser Strategie, speziell den Mietzinsvereinbarungen, will die Gemeinde eine gute Durchmischung der Bevölkerung erreichen. Denn günstiger Wohnraum ist in Meggen rar.

Laut Urs Baumberger, Mitinhaber der Vermieterin Della ­Valle Immobilien AG, würden die Mietzinse der anderen Wohnungen des «Binsgarden»-Projektes zwischen 2000 und 5000 Franken betragen. Die Wohnflächen variieren zwischen 75 und 164 Quadratmetern. Durch die Einstellhalle sind alle Wohnungen unterirdisch verbunden und von dort aus auch schwellenlos direkt per Lift erschlossen.

Im Freien sind sechs Besucherparkplätze vorgesehen. Ansonsten werde die Wohnanlage verkehrsfrei gehalten. Für die Bepflanzung würden vorwiegend einheimische Pflanzen verwendet. Die öffentlichen Gartenflächen bleiben «naturbelassen», so wie es heute schon sei.

Vermieter rechnet mit grosser Nachfrage

Bereits kurz nach dem Spatenstich hätten sich bereits die ersten Interessenten gemeldet, sagt Urs Baumberger. Deshalb ist er überzeugt, dass die 51 Mietwohnungen schnell weggehen werden. Denn in der ersten «Binsgarden»-Etappe wurden neun Häuser mit je drei Wohnungen gebaut – alles Eigentumswohnungen mit einer Fläche zwischen 200 und 216 Quadratmetern. Der Verkaufspreis betrug 2,6 Millionen Franken oder mehr. Diese sind alle verkauft.

 

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch