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MEGGEN: St. Charles Kapelle ist bereit für Hochzeiten

Die Kapelle und die Orgel der St. Charles Hall in Meggen wurden renoviert. Das freut Katholiken sowie Protestanten.
Natalie Ehrenzweig
Die frisch renovierte Kapelle sowie die Orgel in der Villa St. Charles Hall in Meggen wurden gestern der Öffentlichkeit vorgestellt. (Bild Dominik Wunderli)

Die frisch renovierte Kapelle sowie die Orgel in der Villa St. Charles Hall in Meggen wurden gestern der Öffentlichkeit vorgestellt. (Bild Dominik Wunderli)

«Mäuse haben im Laufe der Jahre technische Teile angeknabbert. Sie war völlig unspielbar», erklärt Simon Hebeisen von Orgelbau Goll den Zustand der Orgel in der Kapelle der St. Charles Hall vor der Renovation. Doch nun erstrahlen die Kapelle sowie das Instrument in neuem Glanz. Gestern wurden sie der Öffentlichkeit vorgestellt. Möglich war die Renovation dank einer Schenkung der G. & L. Powalla Bunny’s Stiftung Luzern. Der Betrag wurde nicht öffentlich bekannt gegeben. «Jetzt, mit der neu renovierten Kapelle, kann man hier auch heiraten», sagt Peter Erni, Stiftungsratspräsident der St. Charles Hall-Stiftung, Eigentümerin der Villa. Diese muss im Jahr zwischen 200 000 und 300 000 Franken generieren, nur um die laufenden Unterhaltskosten zu berappen. Die Räumlichkeiten würden für diverse Anlässe genutzt. Zudem hat die Stiftung kürzlich Büroräume im Obergeschoss renoviert und vermietet.

Die imposante Eingangshalle der Villa. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)Die imposante Eingangshalle der Villa. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Räumlichkeit im Erdgeschoss der St. Charles Hall in Meggen. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)Räumlichkeit im Erdgeschoss der St. Charles Hall in Meggen. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Katja Lassauer und Markus Weber bereiten sich auf ihr gemeinsames Orgelkonzert vor. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)Katja Lassauer und Markus Weber bereiten sich auf ihr gemeinsames Orgelkonzert vor. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Die Besucher bestaunen die renovierte Kapelle. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)Die Besucher bestaunen die renovierte Kapelle. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Die schönen Räume lockten viele Besucher an. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)Die schönen Räume lockten viele Besucher an. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Eines der wunderschön renovierten Badezimmer. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)Eines der wunderschön renovierten Badezimmer. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Räumlichkeiten im ersten Stock. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)Räumlichkeiten im ersten Stock. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Auch die Decke ist geschmückt. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)Auch die Decke ist geschmückt. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Die Villa von aussen. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)Die Villa von aussen. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
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Megger St. Charles Kapelle in neuem Glanz

900 Arbeitsstunden für Orgel

«Die seit dem Bau unveränderte Orgel ist ein sehr seltenes, wertvolles Instrument mit einer besonderen Klangästhetik. Es hat uns sehr gefreut, dass die Stiftung die Orgel im Originalzustand erhalten wollte», sagt Simon Hebeisen. Allein für die Renovation des Instruments seien 900 Arbeitsstunden angefallen.

Die Villa St. Charles Hall hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Die katholische Familie von Riedemann liess sie von 1921 bis 1925 erbauen – inklusive Kapelle und Orgel. «Diese war vor allem für die 20 bis 30 Angestellten gedacht. Mit der Kapelle im Haus konnten sie nach dem Besuch schnell wieder an die Arbeit», sagt Peter Erni. Die zweiten Besitzer, das Ehepaar Fischbacher aus St. Gallen, war dagegen protestantisch. «Die Kapelle und auch die Orgel wurden nach dem Kauf durch die Fischbachers 1947 nur noch selten gebraucht.»

Villa an Stiftung vererbt

1960, ein Jahr nach dem Tod von Paul Fischbacher, gründete Gertrud Fischbacher die Stiftung mit dem Zweck, dass die St. Charles Hall für offizielle Empfänge, künstlerische Veranstaltungen, Ausstellungen und andere Anlässe zur Verfügung steht. Nach dem Tod von Gertrud Fischbacher 1962 ging die Villa in den Besitz der Stiftung über.

Nun kehrt also neues Leben in der Kapelle ein. Katja Lassauer, Organistin der katholischen Kirche Meggen, und Markus Weber, Organist der reformierten Kirche, spielten gestern ebenfalls auf der Goll-Orgel. «Sie reagiert anders als andere Orgeln. Der Weg von der Taste zur Tonerzeugung ist lang, so erklingt der Ton etwas verzögert. Das ist eine Herausforderung. Dafür hat die Orgel eine schöne Klanglichkeit», sagt Markus Weber. Wichtig sei jetzt, dass die Orgel viel gespielt werde. «Ich werde hier regelmässig üben», so Lassauer. Ausserdem stehe die Stiftung mit der Musikhochschule in Kontakt: «Wir bieten den Studenten die kostenlose Möglichkeit, auf der Orgel zu üben», sagt Peter Erni.

Natalie Ehrenzweig

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