Megger Pfadiheim soll saniert werden – für 615'000 Franken

Das Vereinslokal der Pfadi Meggen befindet sich in einem schlechten Zustand. Nun soll es komplett erneuert werden.

Pascal Linder
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So soll das Pfadiheim Balmtobel in Meggen nach der Sanierung aussehen.

So soll das Pfadiheim Balmtobel in Meggen nach der Sanierung aussehen.

Visualisierung: PD

Das Pfadiheim Balmtobel in Meggen krankt an diversen Alterserscheinungen. Marode Fassaden und morsche Trägerbalken gehören zu den Gründen, dass es baldmöglichst saniert werden muss. Nun hat die Pfadi Meggen ein Sanierungsprojekt erarbeitet, das Baugesuch liegt bis zum 17. Dezember bei der Gemeinde Meggen auf. «Wir möchten, dass heutige wie auch zukünftige Pfader die Chance erhalten, in der Pfadi Meggen Unvergessliches zu erleben», sagt Sarah Schwendener, Co-Leiterin des Projektteams. Dafür brauche es ein nutzbares Vereinslokal.

Das neue Pfadiheim soll einen grossen Raum erhalten für Pfadi-Veranstaltungen mit bis zu 60 Personen, wie auf der Projekt-Webseite zu erfahren ist. Die untere Deckenkonstruktion des Dachgiebels soll freigelegt werden, damit die Decke nicht mehr beengend wirkt. Die Fassade wird mit einer neuen Dämmung versehen und es sollen neue Fenster verbaut werden. Eine Küche mit Industriespülmaschine, sowie getrennte Damen- und Herren WCs sind ebenfalls vorgesehen. Zudem sind zwei Gruppenräume und ein Stauraum für Materialien geplant. Des Weiteren soll der Energieverbrauch im neuen Pfadiheim gesenkt werden, hierfür ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe vorgesehen. Hier eine Visualisierung des Innenraumes:

Visualisierung: PD

Neubau ist nicht möglich

Für die Sanierung wurde das Projektteam «Pfadiheim 2020» gebildet. In diesem sind Vertreter aller beteiligten Vereine involviert. Dabei handelt es sich laut Sarah Schwendener um die aktive Pfadi Meggen, den Altpfadfinderverein Meggen sowie den Pfadiheim Verein Meggen. Laut den Projektunterlagen wurde geprüft, ob das Pfadiheim neu gebaut werden könnte. Ein Neubau ist gesetzlich gesehen aber nicht zulässig, weil das Gebäude zu nahe an der Waldgrenze steht.

Als weitere Option wurde eine Übernahme des Ersatzbaus des Schulpavillons Hofmatt C in Betracht gezogen. Da der Transport zu teuer gewesen und die Bedürfnisse der Pfader zu kurz gekommen wären, kam auch diese Variante nicht in Frage.

Gesamtkosten von 615'000 Franken

Schliesslich entschieden sich die Verantwortlichen für eine Sanierung. Die veranschlagten Sanierungskosten von rund 615'000 Franken sollen unter anderem durch Beiträge von Stiftungen, Kirchgemeinden, Firmen, Privatpersonen und der Gemeinde Meggen gedeckt werden. Auch ein Fundraising wird durchgeführt. Die drei Vereine der Pfadi Meggen beteiligen sich mit total 21'000 Franken aus eigener Kasse. «Zudem werden sich die Pfadfinderinnen und Pfadfinder tatkräftig an der Sanierung beteiligen und selbst – wann immer möglich – gewisse Arbeiten ausführen», so Sarah Schwendener.

Das Pfadiheim Balmtobel ist das einzige Vereinslokal der Pfadi Meggen und als solches wichtig für das Vereinsleben. Im Jahr 1993 wurde das Vereinslokal im Baurecht erbaut. Das Lokal wird von der Pfadi Meggen für verschiedene Aktivitäten gebraucht und nicht fremdvermietet.