Mehr Abwasser soll nach Emmen fliessen

Mehrere Abwasserreinigungsanlagen in der Region Luzern prüfen einen Zusammenschluss. An einem Anschluss an die ARA Buholz in Emmen sind die Abwasserreinigungen Udligenswil, Schwarzenberg, Oberseetal und Sempach-Neuenkirch interessiert,

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Die Kläranlage Buholz in Emmen reinigt das Abwasser von 180 000 Einwohnern. Klärwerkfachmann Theo Stadelmann steht vor einem Nachklärbecken. Hinten, Richtung Wald, ist eine Erweiterung geplant. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Die Kläranlage Buholz in Emmen reinigt das Abwasser von 180 000 Einwohnern. Klärwerkfachmann Theo Stadelmann steht vor einem Nachklärbecken. Hinten, Richtung Wald, ist eine Erweiterung geplant. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Den Prozess initiiert hatte der Gemeindeverband Für Entsorgung Real selbst. Ihm gehören 22 Gemeinden aus der Region Luzern und dem Aargau an. Real betreibt die grosse Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Emmen. 

Hintergrund ist gemäss Angaben von Real die revidierte Gewässerschutzverordnung. Die Betreiber der Kläranlagen sind verpflichtet, bis 2025 eine vierte Reinigungsstufe einzubauen. Damit sollen auch Kleinstpartikel aus dem Wasser gefiltert werden. Real will 2019 mit der Planung dieser zusätzlichen Reinigungsstufe starten, wie der Gemeindeverband in einer Mitteilung schreibt.

Ökologische und wirtschaftliche Vorteile

Ein Anschluss der umliegenden ARA an jene in Emmenbrücke hätte laut Real sowohl ökologische, betriebliche als auch wirtschaftliche Vorteile. Die Belastung der Umwelt und die jährlichen Betriebskosten könnten gesenkt werden.

Die interessierten Abwasserreinigungsanlagen werden einen Anschluss an die Anlage der Real bis im nächsten Frühling prüfen. Sie müssten dafür eine Anschlussleitung nach Emmenbrücke bauen. Die Investitionskosten, die es dafür braucht, müssten von den Behörden und der Bevölkerung aber noch genehmigt werden. Vorerst nicht interessiert an einem Anschluss nach Emmenbrücke sind die ARA Hochdorf und Rontal, wie Real mitteilt. (red)