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Mehr angehende Luzerner Gymnasiasten als je zuvor

Knapp 800 der momentanen Sechstklässler des Kantons Luzern wechseln nach den Sommerferien in ein Langzeitgymnasium. Das entspricht einem Anstieg von etwa 2 Prozent zu vorgängigen Jahren.
Fast 21 Prozent der sechsten Klasse streckt nach den Sommerferien in einem Gymnasium auf. (Bild: Boris Bürgisser, 27. März 2018)

Fast 21 Prozent der sechsten Klasse streckt nach den Sommerferien in einem Gymnasium auf. (Bild: Boris Bürgisser, 27. März 2018)

(pd/lil) Von den 3805 Luzerner Schülerinnen und Schülern, die momentan in die sechste Klasse gehen, werden nach den Sommerferien knapp 800 den gymnasialen Weg einschlagen. Dies entspricht einem Wert von fast 21 Prozent – ein Wert, wie er in der Vergangenheit noch nie erreicht wurde. Dies teilt Charles Vincent, Leiter der Dienststelle Volksschulbildung des Kantons Luzern, mit. In vergangenen Jahren hätten jeweils rund 19 Prozent der Sechstklässler den Übertritt in ein Langzeitgymnasium gemacht.

Insbesondere die urbanen Gebiete Stadt Luzern, Horw und Sursee verzeichneten gemäss Vincent eine starke Zunahme zukünftiger Langzeitgymnasiasten. Der Trend der letzten Jahre, dass mehr Frauen als Männer den gymnasialen Weg einschlagen, hält 2019 an. Es handle sich in diesem Jahr um 56 Prozent Schülerinnen, die ans Langzeitgymnasium wechseln.

Niveauzuteilung variiert je nach Schulmodell

Erstmals wurden bei der Erhebung der Zahlen indes die Sekundarschulmodelle (siehe Box) differenziert betrachtet. Damit seien detaillierte Aussagen über die Niveauzuteilung der Sechstklässer möglich. So ist die Geschlechterverteilung auch auf den einzelnen Niveaus beobachtbar: In Deutsch, Französisch und Englisch sind auf dem Niveau A die Frauen übervertreten. Einzig in Mathematik sind die Männer mit 54 Prozent in der Überzahl.

Strukturmodelle der Sekundarstufe I

Im getrennten Strukturmodell (GSS) werden die Niveaus A (höhere Anforderungen), B (erweiterte Anforderungen) und C (grundlegende Anforderungen) in separaten Klassen unterrichtet.

Im kooperativen Strukturmodell (KSS) werden die Niveaus A/B gemeinsam, und C in einer separaten Klasse geführt. Die Niveaufächer Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik werden in klassenübergreifenden Niveaugruppen unterrichtet.

Im integrierten Strukturmodell (ISS) werden alle Lernenden in einer Klasse unterrichtet. In den Niveaufächern Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik werden die Lernenden in klassenübergreifenden Niveaugruppen unterrichtet.

Je nach Sekundarschulmodell, welches in der jeweiligen Gemeinde angewendet wird, fällt die Niveauzuteilung unterschiedlich aus. Die Gemeinden können ihre Sekundarschule im Rahmen von drei vorgegebenen Strukturmodellen ausgestalten: Das getrennte, das kooperative und das integrierte Strukturmodell.

Die Analyse der Zahlen zeigt, so Vincent weiter, dass in Gemeinden mit dem getrennten Modell am meisten Schülerinnen und Schüler ins Niveau B eingeteilt werden. In den anderen beiden Modellen hingegen ins Niveau A. In diesen beiden Modellen könne die Einteilung der Lernenden differenzierter erfolgen, weil die Zuordnung in die Niveaufächer jeweils individuell geschieht. Das getrennte Modell gibt vor, dass die Schüler in allen Fächer im selben Niveau unterrichtet werden – die Einteilung erfolgt dementsprechend tiefer, weil sie überall mithalten können müssen.

Stark in den Sprachen – auch in Deutsch

In den Sprachen Deutsch und Französisch starte auf Sekundarstufe etwa jedes dritte Kind im Niveau A, in Englisch sei die Quote gar etwas höher. Mathematik zähle demgegenüber nur 26 Prozent Niveau-A-Einteilungen. Auffallend sei überdies, dass die Niveau-C-Gruppe im Fach Deutsch am kleinsten ausfällt. Charles Vincent sagt dazu:

«Das spricht unter anderem dafür, dass auch viele fremdsprachige Lernende am Ende der Primarschulzeit die grundlegenden Ansprüche im Deutschunterricht mehr als erfüllen.»

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