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Mehr Platz für St. Karli-Schüler

Das Luzerner Stadtparlament stellt die ersten Weichen für die Sanierung des 107-jährigen St.Karli-Schulhauses. Davon profitiert auch der Schülerhort. Künftig sollen doppelt so viele Schüler den Hort besuchen können.
Robert Knobel
Das St. Karli Schulhaus , fotografiert am 11. April 2018 in Luzern. Im Vordergrund der Anbau von 1964, der abgerissen werden soll. (LZ/Eveline Beerkircher)

Das St. Karli Schulhaus , fotografiert am 11. April 2018 in Luzern. Im Vordergrund der Anbau von 1964, der abgerissen werden soll. (LZ/Eveline Beerkircher)

Das Schulhaus St. Karli soll in den Jahren 2021/22 umfassend saniert werden. Ausserdem soll das 107-jährige Schulhaus mit einem Anbau erweitert werden. Die Bauarbeiten werden rund 20 Millionen Franken kosten. Das Stadtparlament hat am Donnerstag die ersten Weichen für das Grossprojekt gestellt. Es bewilligte einen Projektierungskredit von 1,1 Millionen Franken und zusätzlich 8,3 Millionen für den Kauf von mobilen Schul-Pavillons, in denen während der Sanierungsphase der Unterricht stattfinden wird. Wie meistens, wenn es um Schulhaus-Sanierungen geht, ist auch das St. Karli-Projekt weitgehend unbestritten. Die Erneuerung sei überfällig, so der Grundtenor. So stammen etwa die sanitären Anlagen noch aus der Bauzeit, was sich durch entsprechende Gerüche bemerkbar macht. Auch der Garderoben-Anbau von 1964 hat seine Schuldigkeit getan. Er soll abgerissen werden.

Wird der Anbau noch grösser?

Das Karli-Schulhaus soll aber nicht nur eine zeitgemässe Sanierung erhalten, sondern auch deutlich mehr Platz. Dies soll unter anderem ermöglichen, dass mehr Kinder von der Tagesbetreuung profitieren können. Heute besuchen 30 Prozent der Schüler im St. Karli den Schülerhort. Der Stadtrat hoffte, dank der Erweiterung den Anteil auf 40 Prozent zu erhöhen. Doch das ist dem Parlament nicht genug: Künftig soll es Betreuungsplätze für 60 Prozent der Schüler geben. Diese Forderung wurde mittels einer Protokollbemerkung festgelegt. Was dies für das Bauprojekt bedeutet, ist offen. Marcel Lingg (SVP) regt aber an, die Anbauten mehrgeschossig zu planen, um dem erhöhten Platzbedarf für die Betreuung Rechnung zu tragen. Baudirektorin Manuela Jost (GLP) verspricht, dass man eine Aufstockung prüfe. Mit den angepeilten 60 Prozent für den Schülerhort wird das St. Karli-Schulhaus über eine deutlich bessere Abdeckung verfügen als andere Schulhäuser. Die GLP würde am liebsten aber noch weiter gehen und die Stadt-Schulen grundsätzlich als Tagesschulen ausrichten, wie das etwa Zürich zurzeit plant.

Kritik von Architekten

Das Sanierungsprojekt für das St. Karli-Schulhaus erntete jüngst Kritik von Architektenverbänden. Sie werfen dem Stadtrat vor, das geplante Wettbewerbsverfahren sei ungenügend. So fehle unter anderem ein Preisgericht, das die Projekte der einzelnen Architekturbüros fundiert beurteilt. Die Kritiker befürchten, dass die Qualität des Erweiterungsbaus darunter leidet. Die Kritik war auch im Stadtparlament ein Thema. «Die Stadt ist auf gute Architekten und Fachleute angewiesen. Sie muss jetzt rasch deren Vertrauen wieder zurück gewinnen», sagte etwa Reto Kessler (FDP).

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