Mehr Strafanzeigen wegen illegalen Souvenirs

Auf Märkten in Italien kann sich jedes Kind Softairguns kaufen. Doch wer die echt aussehende Spielzeugpistole in die Schweiz bringt, macht sich strafbar.

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Eine Luftdruckpistole (oben) im Vergleich zu einer echten Waffe. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Eine Luftdruckpistole (oben) im Vergleich zu einer echten Waffe. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Eine Luftdruckpistole (oben) im Vergleich zu einer echten Waffe. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Eine Luftdruckpistole (oben) im Vergleich zu einer echten Waffe. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Es sind Feriensouvenirs der besonderen Art, die bei der Luzerner Kriminalpolizei fein säuberlich aufgereiht auf einem Tisch liegen. Konfiszierte Pistolen, Revolver und ein Sturmgewehr, die täuschend echt aussehen. Es handelt sich um so genannte Softairguns, Waffen, die mit Luftdruck oder Gas kleine Plastikkügelchen abfeuern können. Seit Anfang Juni wurden bereits 16 Exemplare sichergestellt, «es zeigt sich eine Zunahme in den Sommermonaten», sagt Josef Rust, Leiter der Abteilung Waffen und Sprengstoff bei der Luzerner Kriminalpolizei.

Häufig würden die Spielzeugwaffen aus den Ferien mit nach Hause gebracht. «In Italien auf dem Markt zum Beispiel kann sich selbst ein Kind eine solche Spielzeugpistolen für 30 bis 50 Euro kaufen. Das ist in Italien legal», so Rust. Was viele nicht wissen: Wer die Softairgun nach den Ferien in die Schweiz mitnimmt, macht sich strafbar. Denn seit Ende 2008 unterstehen solche Waffen dem Waffenrecht. Sie gelten folglich als Waffen und dürfen nur mit einer sogenannten Verbringbewilligung importiert werden. Benutzt werden dürfen sie einzig zu Hause, auf dem Waffenplatz und in speziell dafür freigegebenem Gelände.

«Häufig fallen die Eltern aus allen Wolken, wenn sie erfahren, dass sie sich strafbar gemacht haben», sagt Simon Kopp, Sprecher der Staatsanwaltschaft Kanton Luzern. Die Eltern müssen mit einer Anzeige und einem Eintrag ins Strafregister rechnen. Der illegale Waffenimport kann mit einer Geldbusse oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden.

Barbara Inglin

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