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Interview

Unsere neue Website: «Mehr Zentralschweiz gibt’s sonst nirgendwo»

Die «Luzerner Zeitung» und ihre Regionalausgaben setzen verstärkt auf den digitalen Nachrichtenkanal. Warum? Das erklärt die Projektleiterin Flurina Valsecchi.
Roman Schenkel
Die Macher des neuen Internetportals, fotografiert auf der Redaktion der «Luzerner Zeitung»: Robert Bachmann, Leiter Online, und Flurina Valsecchi, stv. Chefredaktorin und Projektleiterin. Bild: Boris Bürgisser (14. Mai 2018)

Die Macher des neuen Internetportals, fotografiert auf der Redaktion der «Luzerner Zeitung»: Robert Bachmann, Leiter Online, und Flurina Valsecchi, stv. Chefredaktorin und Projektleiterin. Bild: Boris Bürgisser (14. Mai 2018)

Flurina Valsecchi, warum erneuern die «Luzerner Zeitung» und ihre Regionalausgaben ihren Internet-­Auftritt?

Die Welt wird immer digitaler und die Informationsbedürfnisse verändern sich. Dieser Entwicklung möchten wir als Medienhaus verstärkt Rechnung tragen. Wir haben unseren Online-Auftritt und die App für mobile Geräte komplett überarbeitet. Alles, damit unsere Leserinnen und Leser noch besser und schneller über die relevanten Geschichten aus ihrer Region und der Welt informiert sind.

Das Digitale ist auch bei der LZ ein wachsender Markt.

Richtig, wir verzeichneten auf unserer Website und App in den letzten 12 Monaten durchschnittlich 3,7 Millionen Besuche pro Monat. Täglich nutzen 67 000 Menschen unsere Angebote online. Innerhalb zweier Jahre seit Ende 2015 ist unsere Tagesreichweite um 70 Prozent gewachsen. Hier möchten wir nun mit dem neuen Onlineportal anknüpfen.

«Besonders mit dem Konzept ‹Meine Region› wollen wir punkten.»

Was alles ist auf dem Portal «luzernerzeitung.ch» neu?

Das ganze Erscheinungsbild ist neu, das geht von der Präsentation der Themen, dem Design bis hin zu den Schriften. Wir haben aber nicht nur die Optik modernisiert. Wir erweitern auch unser publizistisches Angebot im Internet. Dazu gehören etwa vermehrt Grafiken und Videoformate. Besonders mit dem Konzept «Meine Region» wollen wir punkten. Unsere Journalisten sind ja nicht nur im Kanton Luzern, sondern auch in Zug, Uri, Ob- und Nidwalden im Einsatz – das wollen wir online besser zeigen.

Wie funktioniert die An­wendung «Meine Region»?

Neu können die Nutzer die Region ihres Interesses als Startseite festlegen. So erhalten sie prominent beim Aufruf des Onlineportals und/oder der App aktuelle Nachrichten und Hintergrundartikel aus dem gewählten Kanton angezeigt. Zur Auswahl stehen die Zentralschweizer Kantone, in denen auch unsere Zeitung erscheint. Die Push-Nachrichten sind ebenfalls regionalisiert. Damit liefern wir neben Eilmeldungen auch Lesetipps wie Kommentare, Sport-Nachrichten und Berichte aus der gewählten Region. Geplant ist, auch Hinweise auf lokale und regionale Veranstaltungen anzubieten.

Wo scheint das Konzept «Meine Region» auch noch auf?

Täglich verschicken wir mit regionalen Newslettern einen Überblick mit den wichtigsten Nachrichten aus der gewählten Region und der Welt. Sonntags stellen wir mit dem Newsletter «Zentralschweiz am Sonntag» interessante Lesestoffe und die meistgelesenen Artikel der Woche zusammen. Wir dürfen sagen: Mehr Zentralschweiz gibt’s sonst nirgendwo.

Gibt’s auch Verbesserungen in der Benutzung des Angebots?

Richtig, auch technologisch haben wir unseren Online-Auftritt und die mobile App weiterent­wickelt. Die neue LZ-App lernt aufgrund des Leseverhaltens und wird jedem Nutzer schon nach wenigen Wochen persönliche Leseempfehlungen im ­Bereich «Meine LZ» abgeben. Je häufiger eine registrierte Person App und Website nutzt, umso besser werden die Empfehlungen. Unter «Meine LZ» kann man selber Artikel speichern, um sie erst später zu lesen.

«Unsere Leser geben uns schon heute viele Rückmeldungen und schicken tolle Fotos. Diesen Austausch wollen wir weiter investieren.»

Können sich die Nutzer künftig stärker einbringen?

Unsere Leser geben uns schon heute viele Rückmeldungen, schicken tolle Fotos und liefern interessante Hinweise für Recherchen. Dieser Austausch ist uns sehr wichtig, hier wollen wir weiter investieren. Mit einem ­Leserreporter-Tool, das wir in den nächsten Monaten lancieren, wollen wir den Lesern die Möglichkeit geben, noch aktiver zu werden.

Sind die Inhalte auf dem Onlineportal kostenpflichtig?

Gewisse Bereiche auf luzernerzeitung.ch bleiben für alle verfügbar. Der Grossteil unserer Artikel wird kostenpflichtig. Bei Online-Inhalten sind fundierte Recherche, sorgfältig verfasste Berichte und Gewichtung nicht minder wichtig als in der klas­sischen Zeitung. Hierfür arbeiten auf unseren ­Redaktionen rund 130 Journalistinnen und Journalisten. Professionell aufbereitete, unabhängige Informationen haben ihren Wert. Auch eine Regionalzeitung wie unsere kann es sich angesichts der stark rückläufigen Inserate­erträge nicht mehr leisten, eigenständige und aufwendig hergestellte Inhalte gratis zu veröffentlichen.

Kann man das Angebot kostenfrei kennen lernen?

Selbstverständlich. Und auch die Registrierung ist kostenlos – mit dem Vorteil, einige Angebote zunächst testen zu können. Drei Preismodelle stehen künftig zur Auswahl. Darunter das neue Web-Abo, das für 15 Franken im Monat uneingeschränkten Zugang zu Website und App bietet.

Wenn es mehr Inhalte online gibt, führt das dazu, dass die gedruckte Zeitung dünner wird?

Nein. Die Zeitung auf Papier ist nach wie vor ein zentrales Standbein. Wir dürfen auf eine sehr treue Leserschaft zählen, darauf sind wir stolz und deshalb tragen wir weiterhin Sorge zur klas­sischen Zeitung. Gleichzeitig möchten wir mit dem neuen Web-Angebot ein zusätzliches, auch ein etwas jüngeres Publikum ansprechen. Deshalb haben wir unsere Arbeitsweise so umgestellt, dass wir parallel zur Zeitungsproduktion auch den Online-­Kanal bespielen können.

Was heisst das für die Journalisten? Wie ist die Stimmung auf der Redaktion?

Journalisten sind neugierige Menschen, deshalb wollen viele die neuen multimedialen Erzählformen ausprobieren. Aber klar, die digitalen Veränderungen in unserem Arbeitsalltag sind da und dort auch auf Skepsis gestossen. Nichtsdestotrotz hat die Redaktion in den vergangenen Monaten engagiert mitgezogen. Was wir ab heute auf unserem Onlineportal präsentieren, ist das Resultat einer Teamleistung, hinter der viel Arbeit steckt.

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