Kreuzung mit Ampeln statt Kreisel in Littau führt zu Mehrkosten

Für die Erweiterung der Cheerstrasse in Littau hatte die Stadt Luzern einen doppelspurigen Kreisel beim Knoten Bodenhof vorgesehen. Der Kanton will dort nun aber eine Lichtsignalanlage. Das ist mit höheren Kosten verbunden.

Hugo Bischof
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Das Bauprojekt für die Erweiterung der Cheerstrasse Littau, welche das Quartier Littau Dorf mit dem Littauerboden verbindet, liegt seit Mitte November 2019 vor. Aufgrund der komplexen Randbedingungen und den daraus resultierenden umfangreichen und zeitintensiven Abklärungen wurde die öffentliche Auflage vorerst auf März 2020 verschoben, teilte die Stadt Luzern am Mittwoch mit. Offen war bisher auch, wie der Knoten Bodenhof bei der Einfahrt von der Cheerstrasse in die Thorenbergstrasse zukünftig aussehen soll. Inzwischen ist klar, dass statt des von der Stadt Luzern geplanten doppelspurigen Kreisels eine Kreuzung mit einer Lichtsignalanlage gebaut wird.

In der Mitteilung der Stadt heisst es dazu:

«Der Kanton Luzern will mit der Lichtsignalanlage jederzeit einen optimalen Verkehrsfluss sicherstellen.»

Das heisst, dass bei hohem Verkehrsaufkommen die einmündenden Strassen gesteuert und die Busse bevorzugt werden können. «Klar ist, dass der Bau einer Kreuzung mit Lichtsignalanlage höhere Kosten verursacht», sagt der Luzerner Stadtrat Adrian Borgula. Wie gross diese sind, könne erst beziffert werden, wenn das Bauprojekt Ende Sommer 2020 vorliegt. Stadtrat Borgula betont:

«Zum heutigen Zeitpunkt ist aber absehbar, dass die bereits bewilligten Kredite für den Bau der Cheerstrasse nicht ausreichen und es wahrscheinlich einen Zusatzkredit braucht.»

Die Höhe der Kosten für die Stadt sei zudem davon abhängig, ob sich der Kanton Luzern am Bau der Kreuzung mit der Lichtsignalanlage beteiligt. Entsprechende Gespräche würden zurzeit zwischen Stadt und Kanton geführt. Dafür muss die Stadt ein neues Teilkonzept erarbeiten und es ins bestehende Bauprojekt integrieren. Das hat auch zeitliche Auswirkungen: Das aktualisierte Bauprojekt ist laut Stadt frühestens Ende Sommer 2020 zu erwarten. «Sollte die Planauflage wie jetzt geplant Anfang 2021 durchgeführt werden, ist ein Baubeginn Mitte/Ende 2021 realistisch und die Eröffnung der Cheerstrasse Ende 2024 möglich», sagt Stadtrat Borgula.

Am 24. September 2017 haben die Stadtluzerner Stimmberechtigten einem Zusatzkredit für die Erweiterung der Cheerstrasse zugestimmt, für die damit ein Kredit von 18,6 Millionen Franken zur Verfügung steht. Die Cheerstrasse verbindet das Quartier Littau Dorf mit dem Littauerboden. Die Erweiterung soll den Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit speziell rund um den Bahnhof Littau verbessern.

Zusätzlich wird ein Bushof errichtet

Um Littau Dorf und den Littauerboden attraktiv mit dem öffentlichen Verkehr zu erschliessen, soll beim Bahnhof Littau zusätzlich ein Bushof realisiert werden. Der Kredit über 4,3 Millionen Franken für den Bau des Bushofs wurde vom Grossen Stadtrat am 12. März 2020 bewilligt. Stand heute, sei davon auszugehen, dass die Stadt für den Bau des Bushofs dank Beiträgen von Bund und Kanton lediglich 0,8 Millionen Franken der Gesamtkosten tragen muss, sagt Statrat Borgula.

So soll das Gebiet rund um den Bahnhof Littau erschlossen werden

Bahnübergang Littau (heute und in Zukunft)

Bushof Littau (heute und in Zukunft)

Cheerstrasse (heute und in Zukunft)

Das Bauprojekt: Informationen zum Bauprojekt gibt es hier.

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