MEIERSKAPPEL: Lösung für Mathe-Wunderkind in Sicht

Die ETH hatte den neunjährigen Maximilian abgelehnt, nun will ihn die Universität Zürich. Derweil wird Kritik am Förderangebot öffentlicher Schulen laut.

Aleksandra Mladenovic
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Maximilian Janisch hat bereits die Mathe-Matura in der Tasche. (Bild: M. Christen / Neue LZ)

Maximilian Janisch hat bereits die Mathe-Matura in der Tasche. (Bild: M. Christen / Neue LZ)

Ein Anruf der Uni Zürich erreichte Maximiliam Janisch und seine Familie in den Ferien in Südfrankreich. Es zeichnet sich eine Lösung für den hochbegabten Neunjährigen aus Meierskappel ab. Thomas Drisch, Vater des Jungen, freuen die Vorschläge der Uni: «Es wird nach einer massgeschneiderten Lösung für Maximilian gesucht.» Maximilian könnte, sofern alle Abklärungen positiv verlaufen, neben dem Besuch des Gymnasiums ab kommendem Herbst einzelnen Mathematik-Vorlesungen beiwohnen. Bei der Uni Zürich bestätigt man das gestrige Telefonat und dass der Familie ein Vorschlag für ein Treffen gemacht worden sei.

Förderangebot wird kritisiert

Doch auch wenn sich eine Lösung abzeichnet – Maximilians Vater empfindet die Situation für hochbegabte Kinder als ernüchternd. Man lobe die integrative Förderung (IF), obwohl diese für die fachliche Förderung Hochbegabter ungeeignet sei, so der Vater von Maximilian. Maximilian durchlief die Primarschule in nur drei Jahren, besucht nun das Gymnasium Immensee und hat diesen Sommer bereits die Mathe-Matura absolviert. Von der ETH ist er als Student abgelehnt worden.

Ähnlich wie Maximilians Vater sieht dies Erich Schönbächler, der über 30 Jahre lang Lehrer und Schulleiter im Kanton Schwyz war und nun die private Primarschule Talentia in Zug leitet: «Den öffentlichen Schulen fehlen bei mehr als 20 Schülern pro Klasse die Ressourcen, um begabte Schüler adäquat zu fördern.»

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