MEIERSKAPPEL: Musikunterricht wird teurer

Die Gemeinde kann ihre Musikschule nicht mehr allein stemmen. Die Nachbargemeinde Risch springt ein – dafür steigen die Preise.

Gian Kamlesh
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52 Schüler besuchen zurzeit den Musikunterricht an der Primarschule Meierskappel. Das sind zu wenige, um künftig noch vom Kanton Subventionsgelder zu erhalten. Deshalb wird der Musikunterricht auf die Musikschule der Nachbargemeinde Risch ausgelagert – schon ab kommendem Schuljahr.

Schulweg: Drei Kilometer

Die neue Zusammenarbeit sieht vor, dass Kinder und Jugendliche das Angebot der rund drei Kilometer entfernten Nachbargemeinde Risch nutzen können. Dieses umfasst eine breite Palette von Instrumenten – vom Akkordeon über Gitarre bis hin zum Schwyzerörgeli –, aber auch einen Kinder- und Jugendchor. Obwohl sich der neue Partner im Kanton Zug befindet, stellte der Kanton Luzern keine administrativen Hürden auf. «Er gab uns sein Einverständnis dafür und ermöglichte uns so die Kooperation», sagt der Meierskappeler Musikschulleiter André Huber.

Einen Wermutstropfen bringt die Änderung mit sich: Der Instrumentalunterricht wird teurer. Und zwar teilweise massiv. Musste bislang etwa für den Klavierunterricht pro Jahr 740 Franken bezahlt werden, kostet der Unterricht neu 944 Franken. Der Gitarrenunterricht kostete bisher 700 Franken; neu sind es 944 Franken. Günstiger werden hingegen die Beiträge für den Kinderchor: Sie sinken von 360 Franken auf 100 Franken, der Unterricht wird aber um eine Viertelstunde auf künftig 45 Minuten gekürzt. Die Preise für den Musikunterricht des Kindergartens und der 1. Klasse bleiben unverändert.

André Huber bestreitet, dass die Preiserhöhung in Zusammenhang mit der zukünftigen Zusammenarbeit mit Risch stehe. «Unser Unterricht wäre sowieso teurer geworden», sagt er. Periodisch werden die Kosten und deren Aufteilung zwischen der Gemeinde und den Eltern überprüft und angepasst. Auch wenn der Unterricht nun teurer werde, stimmten das Angebot und die Qualität: «Der Mehrpreis ist vertretbar.»