MEIERSKAPPEL: Schulplatznot wegen Fahrenden

In der Schule Meierskappel sind die Plätze rar. Trotzdem muss sie kurz vor den Ferien gleich drei neue Schüler aufnehmen.

Daniel Schriber
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Das Primarschulhaus Meierskappel gestern kurz vor der Nachmittagspause mit auf den Pausenplatz eilenden Schülern. (Bild: Pius Amrein  / Neue LZ)

Das Primarschulhaus Meierskappel gestern kurz vor der Nachmittagspause mit auf den Pausenplatz eilenden Schülern. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Anfang Juni liessen sich mehrere Fahrende auf dem Campingplatz in Meierskappel nieder. Offenbar handelt es sich um Schausteller aus Deutschland. Die Kinder dieser Familien besuchen seit drei Wochen die Primarschule von Meierskappel. Wie Schulleiter Sandro Valente auf Anfrage erklärt, handelt es sich dabei um acht schulpflichtige Kinder. Drei Kinder besuchen die 1. und 2. Klasse, gleich fünf wurden stufengerecht in der 6. Klasse untergebracht.

«Eine Bereicherung»

Besonders in der 6. Klasse hat sich die Klassenstruktur durch die Neuzugänger «auf einen Schlag verändert», sagt Schulleiter Sandro Valente. Die Klasse wuchs über Nacht von 13 auf 18 Schüler. «Besonders platzmässig stossen wir deshalb an unsere Grenzen», so der Schulleiter. Einige Pulte, die für zwei Personen gedacht sind, werden von mehreren Kindern benutzt. «Und einige der neuen Schüler, die derzeit kein Pult zur Verfügung haben, müssen gar mit dem Fenstersims vorliebnehmen», sagt Valente. Auch mit den Lehrmitteln musste die Schule improvisieren.

Trotzdem betont der Schulleiter, dass bisher keine negativen Reaktionen im Zusammenhang mit den Schaustellern eingegangen seien – weder von den Schülern noch von der Lehrerschaft und auch nicht von den Eltern. Besonders die Schüler hätten die Kollegen aus einem anderen Kulturkreis gut aufgenommen. «Für die Klasse sind die Fahrenden eine Bereicherung.»

Im Bezug auf den Schulstoff sei die Integration der neuen Schüler jedoch nicht unproblematisch. «Diese Kinder leben oft nur vier oder fünf Wochen an einem Ort und ziehen dann weiter. Vom Schulstoff kriegen sie so jeweils nur Bruchstücke mit.»

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung oder im E-Paper.