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Kolumne

«Mein Bild»: Speedy, die Gefahr im Haifischbecken

Beim Frühlingsputz wird alles gereinigt und aufgefrischt. Im Sea Life Center am Timmendorfer Strand an der Ostsee ist das nicht anders. Selbst die Meeresschildkröte Speedy bleibt von der Wäsche durch den Tierpfleger nicht verschont.
Roger Rüegger

Ist es nicht beneidenswert, wie die grüne Meeresschildkröte Speedy von einem Taucher verwöhnt wird? Das Bild wurde im Grossaquarium des Sea Life Center am Timmendorfer Strand an der Ostsee (D) während des Frühlingputzes aufgenommen. Die Bewohner des Aquariums haben offenbar auch gerne saubere Scheiben, damit die Besucher sie klarer sehen können. Es ist also nicht so, dass der Tierwärter Oliver Volz einzig mit dem Schrubber ins Becken steigt, um der gewaltigen Schildkrötendame den Bauch zu fegen.

Die grüne Suppenschildkröte Speedy ist das neugierigste Tier im Sea-Life-Aquarium. (Bild: Frank Molter/Keystone, Timmendorfer Strand, 2. Mai 2018)

Die grüne Suppenschildkröte Speedy ist das neugierigste Tier im Sea-Life-Aquarium. (Bild: Frank Molter/Keystone, Timmendorfer Strand, 2. Mai 2018)

Tatsache ist, dass das Reinigen der Frontscheibe des Aquariumbeckens für Taucher wie auch für Tiere ein Abenteuer ist. Neben Speedy waren auch Kaisermakrelen und Schwarzspitzen-Riffhaie zugegen, als der Tierpfleger zum Reinigungsdienst angetreten war. Bei solchen Zaungästen klingt der Job einigermassen gefährlich – und er ist auch nicht ohne. Für Gefahr sorgen aber nicht etwa die Haie im Becken, sondern – Sie erraten es – die Meeresschildkröte, wie Sea-Life-Pressesprecherin Katrin Wischnewski gegenüber RTL ausführte. «Die Schildkröte ist das bei weitem neugierigste und auch gefährlichste Tier in diesem Becken.» Schildkröten könnten empfindlich zuschnappen.

Die Suppenschildkröte musste abspecken

Damit die fast 90 Zentimeter lange und 118 Kilogramm schwere Suppenschildkröte dem Taucher nicht zu nahe komme, werde sie mit Futter abgelenkt, so die Sprecherin. Ob das Ablenken mit Fressen eine gute Idee ist, müssen die Betreiber des Sea Life wissen. Als Speedy 2009 ins Aquarium einzog, betrug ihre Länge gerade mal 72 Zentimeter bei einem Gewicht von 48 Kilo. Innerhalb weniger Wochen hatte sie derart an Gewicht zugenommen, dass sie abspecken musste.

Man drückte ihr dafür ein Fitnessprogramm aufs Auge. Um ihr die Nahrungsaufnahme zu erschweren und um sie zu mehr Bewegung anzuregen, musste sie ihr Futter im 220 000 Liter fassenden Aquarium fangen und der Beute hinterher schwimmen. Ob der unfreiwillige Schwimmsport der Schildkrötendame behagte, teilte das Sea Life nicht mit. Dass Speedy aber auf Brustkraulen steht, beweist das Bild.

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