MENSCHENRECHTSFORUM: Wegen Polizeieinsatz: Strafanzeige eingereicht

Der Auftritt von Nestlé-Chef Peter Brabeck beim Menschenrechts­forum in Luzern Anfang Mai wurde von Aktivisten gestört. Diese gehen jetzt noch einen Schritt weiter.

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Ein Aktivist wird von der Polizei vor der Swisslifearena überwältigt. (Screenshot aus dem «offenen Film»; Gesichter von der Redaktion unkenntlich gemacht)

Ein Aktivist wird von der Polizei vor der Swisslifearena überwältigt. (Screenshot aus dem «offenen Film»; Gesichter von der Redaktion unkenntlich gemacht)

Einen Monat nach dem Polizeieinsatz beim Protest gegen die Rede von Peter Brabeck am Menschenrechtsforum (IHRF) erhebt die Unia Jugend schwere Vorwürfe in einem so genannten «offenen Film» gegen die Verantwortlichen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. 

«Staatsrepression» angeprangert
Der auf Youtube aufgeschaltete und am vergangenen Samstag in Luzern an öffentlichen Orten gezeigte Film richte sich direkt an die Verantwortlichen des Polizeieinsatzes am IHRF, die Brüder Peter G. und Thomas Kirchschläger (IHRF-Leitung) und die beiden sozialdemokratischen Polizeidirektorinnen Yvonne Schärli und Ursula Stämmer-Horst, wie es weiter heisst. «Er zeigt chronologisch auf, wie das ignorante Verhalten der Organisatoren und Behörden zu einem beschämenden Einsatz der Staatsrepression gegen friedlichen Protest geführt hat.» Am Montag werde eine Delegation der Unia Jugend den Film der IHRF-Leitung übergeben. Ebenfalls wird der Film den Sicherheitsdirektorinnen Schärli und Stämmer ausgeliefert.

Bei dieser Gelegenheit werden Dienstaufsichtsbeschwerden «unter anderem wegen Körperverletzung, Beschimpfung und diversen Grundrechtsverletzungen» gegen unbekannte Polizisten deponiert. Ein inhaftiertes Mitglied der Unia Jugend, das in in Polizeihaft «systematisch fertiggemacht und am Kopf verletzt wurde», wird Strafanzeige erstatten.

scd

Der «offene Film» der Unia Jugend: