MENZNAU: Dem Täter drohte Landesverweis

Der Todesschütze wurde 1998 wegen Raubes verurteilt. Später folgte die Einbürgerung durch den Bund – obwohl der Mann den Behörden bekannt war.

Avd/Mla/Rgr
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Das Firmengelände der Kronospan AG in Menznau am Abend der Bluttat. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Das Firmengelände der Kronospan AG in Menznau am Abend der Bluttat. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Der Amokschütze von Menznau (42) war 1998, als er wegen Raubüberfalls verurteilt worden war, noch nicht eingebürgert. Dies zeigt die Urteilsschrift des Luzerner Kriminalgerichts. Wäre der Kosovare während einer Probezeit von zwei Jahren erneut straffällig geworden, hätte man ihn fünf Jahres des Landes verwiesen. Beim Bundesamt für Migration heisst es auf Anfrage, dass das Einbürgerungsdossier des Täters nun nochmals geprüft werde.

Der genaue Tathergang ist nach wie vor ungeklärt. Die ballistischen Untersuchungen laufen noch. Die Luzerner Polizei sagt aber: Eine zweite Schusswaffe sei nicht im Spiel gewesen.

Die Familie des Täters weilt derzeit im Kosovo, wo am Wochenende die Beerdigung stattfand. «Die Situation, in denen sich die Mutter und die Kinder befinden, ist etwas vom schwierigsten, was man sich vorstellen kann. Einerseits haben sie Vater und Ehemann verloren, andererseits hat dieser eine Tat begangen. Sie sind einer Doppelbelastung ausgesetzt», erklärt Notfallseelsorger Andreas Graf, der Kontakt zu der Familie hat. Die Familienmitglieder seien selber Opfer, daher sei es fatal, wenn man von Täterfamilie spreche, wie dies in einigen Fällen geschehen sei. Derzeit unterstützt das Care-Team die Familie.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen LZ und im E-Paper.