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MENZNAU: Des Meisters Musik klingt weiter

Hans Muff war einer der Grossen in der Volksmusikszene. Mit einem Gedenkkonzert wurde der beliebte Kapellmeister gestern geehrt.
Monika Van De Giessen
Sie feierten Hans Muffs Musik: Julia und Caroline Vogel mit Claudia Muff am Bass (oben), das Klarinettenensemble Kaspar-Muther-Project (rechts) und Carlo Brunner im Gespräch mit Moderator Kurt Zurfluh. (Bilder: Nadia Schärli (Menznau, 9. April 2016))

Sie feierten Hans Muffs Musik: Julia und Caroline Vogel mit Claudia Muff am Bass (oben), das Klarinettenensemble Kaspar-Muther-Project (rechts) und Carlo Brunner im Gespräch mit Moderator Kurt Zurfluh. (Bilder: Nadia Schärli (Menznau, 9. April 2016))

Monika van de Giessen

kanton@luzernerzeitung.ch

Volksmusikfreunde aus der ganzen Schweiz und dem Ausland trafen sich gestern in der Rickenhalle in Menznau zum Gedenkkonzert an Hans Muff (1944–2015) ein. Mit 620 Besuchern übertraf dieses die Erwartungen der Organisatoren bei weitem.

Hans Muff war nicht nur ein grossartiger Musiker und Komponist, sondern auch ein geselliger Mensch. Das bestätigte auch Jazzmusiker Edi Schibli aus Luzern, der während zehn Jahren, von 2000 bis 2010, in der Ländlerkapelle Hans Muff am Klavier spielte. Schibli verriet, dass er mit Dreissig nicht wusste, was ein Schottisch ist (Schottisch = traditionelle Tanzart). «Ich habe gestaunt, was alles in der Ländlermusik steckt», sagte Edi ­Schibli rückblickend.

Ins gleiche Horn stiess Walter Hess aus Weggis: «Ich bin von seiner Musik beeindruckt. Muff ist der Inbegriff von hervorragender Musik. Trotz seines Erfolgs blieb Muff stets bescheiden. Das machte ihn so sympathisch», so Hess, der sich als angefressener Ländlermusikfan outete.

Ein dreiköpfiges Organisationskomitee mit Gemeindeammann Beat Blum an der Spitze sowie Josef Odermatt aus Weggis, Stiftungsrat der Kaspar-Muther-Stiftung, und Claudia Muff, Musikerin und Präsidentin der Kaspar-Muther-Stiftung, hatten zusammen mit der Kulturkommission Menznau zum Gedenkkonzert eingeladen.

Enkel in den Fussstapfen des Grossvaters

Den weitesten Anfahrtsweg indes hatte der achtjährige Enkel von Hans Muff, Damian Muff, der mit seinen Eltern und seiner Schwester in der Nähe von Wien lebt. Er war der absolute Star des Nachmittags. Seit einem Jahr nimmt er Klarinettenunterricht. Keck und ohne Lampenfieber trat dieser mit gestandenen Volksmusikgrössen gemeinsam auf die Bühne und tat es seinem berühmten Grossvater gleich. Das gestrige Konzert war ein Querschnitt durch Muffs kompositorisches Schaffen: Bis auf einen Titel stammten alle gespielten Stücke aus der Feder des Menznauers.

Am Gedenkkonzert stand aber vor allem die Jugend im Mittelpunkt. Jugendförderung war ein zentrales Anliegen des Ländlermusikanten Hans Muff (siehe Box). So erstaunt es nicht, dass mit der Jugendmusik Menznau/Hergiswil, dem Klarinetten­ensemble Kaspar-Muther-Project (6 Klarinetten, 1 Bassklarinette), der Kapelle Julia und Caroline Vogel aus Romoos sowie dem Akkordeon-Duo Schottix sich der musikalische Nachwuchs präsentierte. Julia Vogel aus Romoos, die am letzten Sonntag in Hitzkirch anlässlich des Solo- und Ensemblewettbewerbs auf der Klarinette den ersten Rang belegte (wir berichteten), verriet, dass sie Hans Muff persönlich kannte. «Er konnte die Jungen für die Ländlermusik begeistern», erinnert sie sich.

Neben dem Nachwuchs traten auch weitere bekannte Volksmusikgrössen wie die Ländlerkapelle Carlo Brunner und Claudia Muff mit der Luzerner Ländlerband auf.

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