MENZNAU: Sozialarbeiter sollen Gewalt vorbeugen

Nach der Bluttat in Menznau macht AvenirSocial, der Berufsverband der Sozialarbeiter, auf das Angebot der betrieblichen Sozialarbeiter aufmerksam. Als niederschwellig zugängliche Anlaufstellen können diese den Angestellten bei Problemen Rat und Unterstützung bieten.

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Das Gelände der Firma Krono Swiss in Menznau. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Das Gelände der Firma Krono Swiss in Menznau. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Der Berufsverband möchte deshalb möglichst viele Arbeitgeber auf diese Möglichkeit aufmerksam machen, wie er in einer Medienmitteilung vom Donnerstag schreibt.

Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter beraten bei familiären, persönlichen, finanziellen und rechtlichen Problemen sowie bei Schwierigkeiten am Arbeitsplatz. Zudem bearbeiten sie Emotionen wie Verletzungen, Angst, Ohnmacht und Wut. Bei Bedarf vermitteln sie ärztliche oder psychologische Hilfe.

Grosse haben eigene Beratungen

Das systematische Bekanntmachen dieser sozialarbeiterischen Dienstleistung in der Firma lasse Mitarbeiter Vertrauen schöpfen, heisst es weiter. Die Erfahrung zeige, dass dadurch jährlich fünf bis zehn Prozent aller Angestellten aus eigenem Antrieb die betriebliche Sozialarbeit in Anspruch nehmen und dort Rat und Unterstützung finden würden.

Laut Mitteilung haben grosse Arbeitgeber wie die SBB, die Post, die Bundesverwaltung, Coop, Alstom, Swisscom oder ABB in ihren Betrieben interne betriebliche Sozialberatungen eingerichtet. Mittlere und kleinere Firmen kauften die Dienstleistungen bei externen Fachleuten ein und stellten ihren Mitarbeitenden das Angebot kostenlos zur Verfügung.

sda