MENZNAU: Trauerminute für Opfer von Menznau

Die Schweizer Wald- und Holzindustrie hat am Freitagmorgen in einer Trauerminute der Opfer der Bluttat gedacht. Mitarbeiter zündeten in den Betrieben als stilles Zeichen der Trauer Kerzen an.

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Mit Kerzen hat die Holzindustrie am Freitag den Opfern gedacht. (Bild: PD)

Mit Kerzen hat die Holzindustrie am Freitag den Opfern gedacht. (Bild: PD)

Am Freitagmorgen um 9 Uhr liessen die Wald- und Holzwirtschaftlichen Betriebe in der Schweiz ihre Maschinen ruhen, um den Opfern der Bluttat beim Holzverarbeiter Kronospan zu gedenken. Laut einer Mitteilung von Holz Marketing Schweiz vom Freitag will die Branche in dieser schweren Zeit zusammenstehen.

Sehr betroffen von der Situation äussert sich der Geschäftsführer Jürg Wyss zur Bluttat in Menznau. Er führt, zusammen mit seinen Eltern, selber einen Holzverarbeitungsbetrieb im deutschsprachigen Teil des Kantons
Freiburgs. Die Meldung hat ihn zu tiefst erschüttert. «Man kann gegen die wirtschaftliche Situation kämpfen, aber gegen solche Tragödien ist man machtlos», so Jürg Wyss. In unserem Betrieb haben wir uns alle versammelt, um gemeinsam den Opfern und Angehörigen zu gedenken.

Als stilles Zeichen wurden in verschiedenen Betrieben Kerzen angezündet. Die Tat werde uns noch lange beschäftigen, es sei schwer sich wieder den täglichen Problemen zu widmen, welche im Angesicht der Bluttat bedeutungslos erscheine, so Wyss weiter.

Die Wald- und Holzwirtschaft der Schweiz spricht den Opfern, Angehörigen und der Firma Kronospan sein tiefstes Mitleid aus.

Am (heutigen) Freitag um 19.30 Uhr findet in der Pfarrkirche Menznau eine Gedenkfeier für die Opfer statt. Eingeladen sind neben den Mitarbeitern und Angehörigen auch die Einwohner von Menznau, Geiss und Menzberg.

pd/rem

Ein Leichenwagen verlässt am Mittwochabend das Firmengelände der Kronospan in Menznau. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
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Die Einsatzleitung der Luzerner Polizei beim Verlassen der Kronospan. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Ein Auto wird vom Kriminaltechnischen Dienst abtransportiert. (Bild: Keystone)
Ein Polizist bei der Spurensicherung. (Bild: Keystone)
Polizeikommandant Beat Hensler (links) und Daniel Bussmann, Chef der Kriminalpolizei Luzern. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Grosses Medieninteresse im Pfarrsaal in Menznau. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Urs C. Fluder, Konzernleitungsmitglied: «Wir sind schockiert». (Bild: Keystone)
Mauro Capozzo, CEO der Kronospan: «Logischerweise werden wir jetzt die Produktion herunterfahren. Wir brauchen jetzt Zeit, um das Ganze zu verarbeiten». (Bild: Keystone)
Daniel Bussmann, Chef der Luzerner Kriminalpolizei, erscheint zur Medienkonferenz: «Der Amokläufer richtete seine Waffe, eine Pistole, ganz gezielt auf Personen.» (Bild: Keystone)
Care-Team im Einsatz am mutmasslichen Tatort. (Bild: Keystone)
Vor Ort bei der Kronospan war ein Grossaufgebot der Polizei. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
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Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot vor Ort im Einsatz. (Bild: Keystone)
Einsatzkräfte der Polizei verlassen das Firmengelände. (Bild: Keystone)
Mehrere Blaulichtorganisationen waren im Einsatz. (Bild: Keystone)
Die Schussabgabe ereignete sich gemäss Polizei kurz nach 9 Uhr auf dem Firmengelände. (Bild: Keystone)
Die Polizei richtete eine Hotline für Angehörige ein (041 248 83 83). (Bild: Keystone)
Die Firma Kronospan in Menznau ist ein grosser Holzverarbeitungsbetrieb in der Region. (Bild: Keystone)
Gemäss Polizei wurden beim Gewaltdelikt sieben Personen verletzt, einige von ihnen schwer. (Bild: Handy Boris Bürgisser / Neue LZ)
Firmenlogo der Kronoswiss in Menznau. (Bild: Keystone)
Die Firma Kronospan in Menznau. (Bild: PD)

Ein Leichenwagen verlässt am Mittwochabend das Firmengelände der Kronospan in Menznau. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Mauro Capozzo, CEO der Kronospan, verlässt nach dem Gedenkgottesdienst die Kirche. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
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Blumen erinnern vor der Kirche an das tragische Schicksal. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Trauernde beschrifteten in der Kirche Holzspäne mit persönlichen Gedanken. Nach dem Gottesdienst werden diese vor der Kirche verbrannt. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Mehrere Hundert Trauernde versammelten sich nach dem Gottesdienst vor der Kirche. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Regierungsrat Robert Küng aus Willisau und Kantonsratspräsident Urs Dickerhof verlassen die Kirche St. Peter und Paul. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Regierungsrat Guido Graf beantwortet nach dem Trauergottesdienst Fragen der Medien. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Die Trauergemeinde vor der Kirche St. Peter und Paul in Willisau. (Bild: Leser Mhill Mirakaj)
Vor dem Gottesdienst werden in der Kirche St. Peter und Paul Blumen aufgestellt. (Bild: Keystone)
Regierungspräsident Guido Graf schreitet zum Gottesdienst. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Trauernde auf dem Weg zum Gottesdienst. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Mauro Capozzo, CEO der Kronospan, vor der Kirche. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Urs Fluder, Konzernleitungsmitglied der Kronospan, auf dem Weg zur Kirche. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Blumen vor der Kirche erinnern an die Tat. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Vor dem Eingang der Firma Kronospan in Menznau liegen Blumen und Kerzen. Die Fahnen wehen auf Halbmast. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Das Dorf Menznau. (Bild: Keystone)

Mauro Capozzo, CEO der Kronospan, verlässt nach dem Gedenkgottesdienst die Kirche. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)