MENZNAU: Untersuchungen gegen drei Mitarbeiter eingestellt

Knapp ein Jahr nach der Bluttat von Menznau mit fünf Todesopfern hat die Luzerner Staatsanwaltschaft die Untersuchungen gegen drei Mitarbeiter der betroffenen Firma Kronospan eingestellt. Demnach sind sie nicht für den Tod des Täters verantwortlich.

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In der Firma Kronoswiss in Menznau kam es vor einem Jahr zur Tragödie. (Bild: Eveline Beerkircher / LZ)

In der Firma Kronoswiss in Menznau kam es vor einem Jahr zur Tragödie. (Bild: Eveline Beerkircher / LZ)

Am 27. Februar 2013 um 8.41 Uhr kam es zu einer Tragödie in Menznau: Ein 42-Jähriger schoss im Kantinenbereich der Firma Kronoswiss auf mehrere Personen. Insgesamt starben vier Menschen, fünf wurden teils schwer verletzt. Der Täter selber wurde von der Polizei vor Ort tot aufgefunden, wie die Luzerner Polizei mitteilt. Für die Tat benutzte er eine Pistole, mit der er mindestens 18 Schüsse abfeuerte.

Die Staatsanwaltschaft Sursee hat nun die Untersuchungen gegen drei Mitarbeiter, die sich in der besagten Kantine befanden, eingestellt. Es wurde dabei geprüft, ob im Zusammenhang mit dem Tod des Täters eine strafbare Handlung vorliegen könnte. Dies schliessen die Untersuchungsbehörden aus. Sowohl die Abklärungen des Instituts für Rechtsmedizin Zürich wie auch diverse Befragungen entlasten die Mitarbeitenden. Es wird von einem Suizid oder einem selbstverschuldeten Unfall des Täters ausgegangen.

Trotz umfassender Ermittlungen im privaten und beruflichen Umfeld des Täters ist sein Motiv weiter ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft gab bei der Luzerner Psychiatrie ein Gutachten über den Täter in Auftrag. Dieses soll Aussagen zu einer allfälligen psychischen Krankheit und zum möglichen Hintergrund der Tat machen.

Zum Jahrestag werden in den betroffenen Gemeinden die Kirchenglocken läuten und in Menznau wird eine öffentlich zugängliche Gedenkstätte eingeweiht. Eine Gedenkandacht soll eine Woche später nach der Fasnacht am Aschermittwoch in Menznau stattfinden.

pd/sda/chg

Ein Leichenwagen verlässt am Mittwochabend das Firmengelände der Kronospan in Menznau. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
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Die Einsatzleitung der Luzerner Polizei beim Verlassen der Kronospan. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Ein Auto wird vom Kriminaltechnischen Dienst abtransportiert. (Bild: Keystone)
Ein Polizist bei der Spurensicherung. (Bild: Keystone)
Polizeikommandant Beat Hensler (links) und Daniel Bussmann, Chef der Kriminalpolizei Luzern. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Grosses Medieninteresse im Pfarrsaal in Menznau. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Urs C. Fluder, Konzernleitungsmitglied: «Wir sind schockiert». (Bild: Keystone)
Mauro Capozzo, CEO der Kronospan: «Logischerweise werden wir jetzt die Produktion herunterfahren. Wir brauchen jetzt Zeit, um das Ganze zu verarbeiten». (Bild: Keystone)
Daniel Bussmann, Chef der Luzerner Kriminalpolizei, erscheint zur Medienkonferenz: «Der Amokläufer richtete seine Waffe, eine Pistole, ganz gezielt auf Personen.» (Bild: Keystone)
Care-Team im Einsatz am mutmasslichen Tatort. (Bild: Keystone)
Vor Ort bei der Kronospan war ein Grossaufgebot der Polizei. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ
Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot vor Ort im Einsatz. (Bild: Keystone)
Einsatzkräfte der Polizei verlassen das Firmengelände. (Bild: Keystone)
Mehrere Blaulichtorganisationen waren im Einsatz. (Bild: Keystone)
Die Schussabgabe ereignete sich gemäss Polizei kurz nach 9 Uhr auf dem Firmengelände. (Bild: Keystone)
Die Polizei richtete eine Hotline für Angehörige ein (041 248 83 83). (Bild: Keystone)
Die Firma Kronospan in Menznau ist ein grosser Holzverarbeitungsbetrieb in der Region. (Bild: Keystone)
Gemäss Polizei wurden beim Gewaltdelikt sieben Personen verletzt, einige von ihnen schwer. (Bild: Handy Boris Bürgisser / Neue LZ)
Firmenlogo der Kronoswiss in Menznau. (Bild: Keystone)
Die Firma Kronospan in Menznau. (Bild: PD)

Ein Leichenwagen verlässt am Mittwochabend das Firmengelände der Kronospan in Menznau. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

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