MENZNAU: «Wir müssen mit der Tat leben»

Gemeindepräsident Adrian Duss erzählt, wie er die ersten Stunden und Tage nach der Tragödie erlebte. Und wie das Dorf versucht, vorwärtszublicken.

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Adrian Duss ist Gemeindepraesident von Menznau. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Adrian Duss ist Gemeindepraesident von Menznau. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Als Adrian Duss die Schreckensnachricht des Amoklaufes an seinem Arbeitsplatz erreichte, lief ihm ein kalter Schauer über den Rücken. Für ein Szenario wie dieses existiert kein Plan. «Wir wurden als Erstes von der Polizei angefragt, ob Räumlichkeiten für das Care-Team und auch ein Saal für eine Pressekonferenz zur Verfügung stünden», beschreibt der Menznauer Gemeindepräsident, wie er die ersten Momente nach der Bluttat erlebte. Er und seine Behördenkollegen hätten danach begonnen, wie automatisch zu funktionieren. «Gleichzeitig herrschten Fassungslosigkeit, tiefe Trauer und auch eine grosse Unbeholfenheit», sagt Duss.

Trotz Trauer auch schöne Momente

«Wir signalisieren Bereitschaft, dass wir jederzeit zur Verfügung stehen. Das ist das Mindeste, was wir den Leuten anbieten können», sagt Adrian Duss. Bei all der Hektik nimmt er sich immer wieder einen Moment Zeit für sich selber. «Ich atme durch – um danach die Arbeit wieder aufzunehmen.»

In Menznau wird das Leben nie mehr so sein wie vor dem 27. Februar. Doch in den Tagen nach dem Amoklauf war spürbar, dass sich die Dorfbewohner sehr nahe stehen. «Es finden angesichts der Tragik schöne Zusammentreffen statt. Die Begegnungen der Leute auf der Strasse sind sehr herzlich, man merkt, dass nichts gespielt ist.» Inzwischen hat auch der Alltag in Menznau wieder ein bisschen Einzug gehalten: Die Kronospan hat ihren Betrieb wieder aufgenommen, und auch der Gemeinderat trifft sich zu Sitzungen.

Roger Rüegger

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