MESSE: So präsentiert sich St. Gallen an der Luga

Die St. Galler verrieten gestern Details zu ihrem Luga-Auftritt. Zum Beispiel wollen sie den Luzernern zeigen, wie man eine Olma-Wurst korrekt isst.

Sandro Portmann
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Eines der Wahrzeichen St. Gallens: die Stiftsbibliothek. Im Bild Stiftsbibliothekar Cornel Dora. (Bild Sandro Portmann)

Eines der Wahrzeichen St. Gallens: die Stiftsbibliothek. Im Bild Stiftsbibliothekar Cornel Dora. (Bild Sandro Portmann)

An der diesjährigen Luga ist St. Gallen Gastkanton. Ein Ausflug nach St. Gallen zeigt, dass sich die beiden Kantone in vielerlei Hinsicht ähnlich sind. Zum Beispiel was die Topografie betrifft. Der St. Galler Regierungsrat und Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements, Benedikt Würth: «St. Gallen ist wie Luzern ein vielseitiger Kanton. Die Stadt-Land-Struktur ist vergleichbar und prägt unsere Kantone.» Diese Vielfalt will St. Gallen auch an der Messe in Luzern präsentieren. «Wir kamen zum Schluss, dass wir das mit einer dreidimensionalen Zeitung tun wollen», erklärt Würth. Die Sonderschau aus dem Gastkanton hat die Form einer riesigen und begehbaren Zeitung. Die eigens gestaltete «St. Galler Zeitung» werde es aber auch im normalen Zeitungsformat und zum Mitnehmen geben. Obwohl es sein erster Besuch an der Luga sein wird, kennt Würth Luzern. Letzten Sommer war er mit seinen zwei Kindern im Verkehrshaus. «Das kulturelle Angebot in Luzern ist sehr attraktiv», schwärmt er.

Zirkus und Hightech

Etwa auf halbem Weg zwischen Luzern und St. Gallen befindet sich Rapperswil. «Viele wissen ja gar nicht, dass Rapperswil zum Kanton St. Gallen gehört», so Würth. Gleich zwei Millionen-Projekte stehen hier vor dem Abschluss. Zum einen eröffnet im Frühjahr 2015 Knies Kinderzoo den neuen Elefantenpark «Himmapan» auf rund 6500 Quadratmetern gleich am oberen Zürichsee. Unweit davon wird eine neue Anlage für Geparde und Humboldt-Pinguine gebaut. Nur wenige hundert Meter davon entfernt entsteht für 40 Millionen ein neues Forschungszentrum der Hochschule für Technik Rapperswil. Die Schule arbeitete bisher bei verschiedenen Projekten mit der Hochschule Luzern – Design & Kunst zusammen.

«Die schönste Bibliothek»

Was muss man in St. Gallen gesehen haben? «Wer kulturell interessiert ist, muss die Stiftsbibliothek anschauen. Die ist einmalig und ein Unesco-Welterbe», so der Tipp des Regierungsrats. Aber auch die Altstadt sorge oft für positive Überraschungen. Denn alte Gebäude mit Erkern prägen das Stadtbild.

Ein Blick in die Stiftsbibliothek offenbart wahre Schätze. Rund 2000 mittelalterliche Handschriften befinden sich hier. Über 400 Bände sind mehr als 1000 Jahre alt. Laut dem Stiftsbibliothekar Cornel Dora handelt es sich um eine der ältesten Bibliotheken weltweit. «Es gibt für mich keine schönere Bibliothek», betont er. Zwar nimmt der Gastkanton weder einen Elefanten noch ein 1000-jähriges Buch nach Luzern mit, dafür eine St. Galler Spezialität. «Natürlich nehmen wir auch die Olma-Bratwurst nach Luzern», versichert Ralph Engel, Luga-Projektleiter aus dem Gastkanton. Die Olma-Wurst esse man aber traditionellerweise nur ohne Senf, wie Regierungsrat Würth erklärt. «Sonst schmeckt man die Qualität der Wurst ja nicht.»

Luzern geht an die Olma

Zum ersten Mal findet heuer die Luga auf dem neuen Messegelände in der Allmend statt. Sie dauert vom Freitag, 25. April, bis am Sonntag, 4. Mai. Albert Schwarzenbach, Luga-Kommunikationsverantwortlicher, hofft auf etwa gleich hohe Besucherzahlen wie in den letzten Jahren. «Wir rechnen mit rund 110 000 Besuchern.» Im Herbst folgt dann Luzerns Gegenbesuch an der Olma in St. Gallen.