Mexiko-Grippe heizt Hygienegeschäft an

Von Hygienefirmen bis zu den Pharmakonzernen: Die Furcht vor der Mexiko-Grippe ist umsatzfördernd. Bei Braun Medical wird bald im Vierschichtbetrieb gearbeitet.

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Maschinenführer Josef Stocker an der Produktionslinie der Braun-Medical-Handdesinfektionsmittel. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Maschinenführer Josef Stocker an der Produktionslinie der Braun-Medical-Handdesinfektionsmittel. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Beim Medizinaltechnologiekonzern B. Braun Medical in Sempach wird darum zurzeit auf Hochtouren gearbeitet. Die Mitarbeiter produzieren bereits heute im Dreischichtbetrieb Desinfektionsmittel für Hände, Türklinken, weitere von Menschen oft berührte Gegenstände und für medizinische Utensilien. Eine vierte Schicht wird vorbereitet. Die Maschinen sind während sieben Tagen wöchentlich in Betrieb. «Wir stellten 13 temporäre Mitarbeitende zusätzlich ein. Die Nachfrage ist enorm, wir sind nicht in der Lage, alle Aufträge anzunehmen», sagt Firmensprecher Beat Fischer.

Nebst der Schweiz stammten die Bestellungen vor allem aus Deutschland, Grossbritannien und Portugal. Vorrang bei der Belieferung geniessen bei B. Braun Medical Spitäler, Kliniken, Pflege- und Altersheime sowie Organisationen des Gesundheitswesens. Fischer: «Um weitere Unternehmen zu beliefern, reichen die Kapazitäten nicht. Dazu müssten wir neue Maschinen bestellen und die Fabrikfläche vergrössern.» Für eine merkliche Umsatzsteigerung im einstelligen Prozentbereich dürfte es trotzdem reichen.

Rainer Rickenbach/Neue LZ