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Kommentar

Miete für Veloplätze: Eine Reglementierung ist unnötig

Die Debatte um separate Veloplatzmieten in Wohnhäusern nimmt Fahrt auf. Der Luzerner Stadtrat kann es sich vorstellen, derartige Mieten künftig zu unterbinden. Doch das ist unnötig.
Sasa Rasic

Unnötige Reglementierung Wer in das bekannte, totalsanierte Aalto-Hochhaus in der Stadt Luzern zieht und Velofahrer ist, zahlt monatlich 25 Franken Miete für den Abstellplatz. Der Luzerner Stadtrat hat keine Zahlen zur Häufigkeit dieser Praxis, der Hauseigentümerverband nennt eine solche Veloplatz-Miete «nicht üblich». Doch das hält den Stadtrat nicht davon ab, diese seltene Praxis bereits jetzt stoppen zu wollen.

Die Stadtregierung will in Folge eines Vorstosses von SP/Juso via Parkplatzreglement derartige Mieten verbieten. Der Aufwand für Veloplätze soll ausschliesslich via Nebenkosten durch die gesamte Mieterschaft finanziert werden dürfen. Denn individuelle Mieten für Stellplätze könnten Bewohner vermehrt zum kompletten Velo-Verzicht bewegen.

Die Stadt Luzern zeigt hiermit konsequent ihr Engagement für die Veloförderung. Doch wie realistisch ist der befürchtete Velo-Verzicht überhaupt? Der Stadtrat sollte sich besser fragen, ob es sinnvoll ist, für ein privates Rand-Phänomen wie kostenpflichtige Veloabstellplätze solche politisch-reglementarische Eingriffe vorzunehmen.

Viele Bewohner werden beim Gedanken ans Mieten für die häufig chaotischen Verhältnisse in den Veloräumen wohl schmunzeln. Andere wiederum würden wohl gerne ein paar Franken hinlegen für einen sicheren, reservierten Platz für den teuren Drahtesel – oder für das E-Bike, das dort auch an die Steckdose kann

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