Migrantenkinder sollen frühzeitig Deutsch lernen

Alle Kinder im Kanton Luzern sollen ihre Kindergarten- und Schulkarriere mit ausreichend Deutschkenntnissen starten können. FDP-Kantonsrat Damian Müller fordert deshalb in einem Postulat Deutschunterricht für fremdsprachige Kinder bereits vor dem Eintritt in den Kindergarten.

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FDP-Kantonsrat Damian Müller. (Bild: PD)

FDP-Kantonsrat Damian Müller. (Bild: PD)

Kinder, die der Unterrichtssprache nicht mächtig sind, haben einen schlechten Start in der Schule. Auf erste Misserfolge würden nicht selten Schulversager-Karrieren folgen, wodurch später die Berufsausbildung und auch die berufliche Integration erschwert würden. Diese Meinung vertritt Damian Müller. Der Hitzkircher FDP-Kantonsrat fordert deshalb in einem Postulat die Regierung auf zu prüfen, wie fremdsprachige Kinder bereits im Vorkindergarten- und Kindergartenalter sprachlich integriert werden können.

Als mögliche Massnahmen nennt Müller in einer Medienmitteilung vom Freitag die Einführung eines «selektiven Obligatoriums» zum Erwerb von Deutschkenntnissen vor dem Kindergarten. Des weiteren sollen Veranstaltungen zur sprachlichen Integration, wie  beispielsweise Sprachspielgruppen, für Kinder im Vorkindergarten- und Kindergartenalter für obligatorisch erklärt werden können.

Auch die Eltern sollen Deutsch lernen

Doch nicht nur die Kleinkinder sollen gemäss Müller der deutschen Sprache mächtig sein, sondern auch deren Eltern. Es sei anzustreben, dass die Eltern, mindestens aber der hauptsächlich erziehungsverantwortliche Elternteil, die Unterrïchtssprache ebenfalls erlernen. Nur so könne gewährleistet werden, dass die Eltern die schulische Karriere ihrer Kinder begleiten können und der Kontakt zwischen Lehrern und Eltern sichergestellt ist.

pd/zim