MIGRATION: Viel Aufwand für illegale Migranten

Die Festnahme und Ahndung der illegalen Einwanderer kostet den Kanton Schwyz viel Aufwand. Deren Ausreise bleibt dagegen ohne Kontrolle.

Rahel Schnüriger
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Jeden dritten Tag rückt die Kantonspolizei Schwyz durchschnittlich aus, um in Arth-Goldau illegale Einwanderer aus dem Zug zu holen (Symbolbild; nicht aus dem Kanton Schwyz). (Bild: Keystone)

Jeden dritten Tag rückt die Kantonspolizei Schwyz durchschnittlich aus, um in Arth-Goldau illegale Einwanderer aus dem Zug zu holen (Symbolbild; nicht aus dem Kanton Schwyz). (Bild: Keystone)

Mit 130 Fällen jährlich rückt die Schwyzer Kantonspolizei durchschnittlich alle drei Tage aus, um in Arth-Goldau illegale Einwanderer entgegenzunehmen. Da der Zug aus dem Tessin nach Bellinzona erstmals wieder in der Innerschweiz hält, bleibt ein grosser Teil der Migranten an den Schwyzern hängen.

Mit der Festnahme ist die Arbeit längst nicht getan: Denn nach Schweizer Recht ist jener Kanton für die rechtswidrig Eingereisten zuständig, auf dessen Hoheitsgebiet sie aufgegriffen werden. Die Migranten werden also in Haft genommen, kontrolliert, zur Fallbeurteilung der Staatsanwaltschaft und schliesslich für die Ausreise dem Amt für Migration übergeben.

Ausreise erfolgt selbstständig

Weniger Aufwand stellt die auf Freiwilligkeit basierende Ausreise dar, die dann für die meisten Migranten folgt. Dafür erhalten sie eine sogenannte Ausreisemeldekarte, die sie beim Grenzposten abgeben sollen. Wie viele diesem Auftrag nicht Folge leisten, weiss das zuständige kantonale Amt für Migration aber nicht. Die Begründung: Ein funktionierendes Kontrollsystem aufrecht zu erhalten wäre ein zu grosser Aufwand.