Migration: «Wir brauchen einen offenen Geist»

Am 8. Internationalen Menschenrechtsforum in Luzern wird über Migration in Verbindung mit Menschenrechten diskutiert. Dabei treten auch prominente Referenten wie Prinz Constantijn der Niederlande auf.

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In Luzern ist am Dienstag das 8. Internationale Menschenrechtsforum (IHRF) eröffnet worden. Der zweitägige Anlass steht unter dem Thema «Menschenrechte und Migration». Peter Kirchschläger, Co-Leiter des IHRF, nannte dabei die Migration ein Menschenrecht.

Migration als ein Menschenrecht könne niemals illegal sein, sagte Kirchschläger laut Medienmitteilung. Das globale Phänomen Migration dürfe nicht für sich isoliert, sondern müsse vernetzt mit anderen gesellschaftlichen Aspekten betrachtet werden.

Denise Graf von Amnesty International kritisierte die Nothilfepraxis für Asylsuchende in der Schweiz. Diese sei menschenunwürdig und «ein schwarzes Kapitel in der Geschichte der Menschheit».

Für einen positiven Ausblick sorgte Prinz Constantijn der Niederlande, Vorsitzender von The Hague Process of Refugees and Migration. Er beschrieb, wie Staaten und Gesellschaften durch einen positiven Umgang von der Migration profitieren können. «Wir brauchen einen offenen Geist, was kein Menschenrecht, aber ein menschliches Merkmal ist.»

sda/bep