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Schötzer Schülerinnen und Schüler produzieren «Schweiz aktuell»

Während einer Kultur-Projektwoche in Schötz sollen sich die Schüler Medienkompetenz
aneignen – mit Hilfe von Profis. Für das Pilotprojekt spricht der Kanton 20 000 Franken.
Martina Odermatt
Während der Projektwoche komponieren einige Sekschüler auch elektronische Lieder. (Bild: Pius Amrein (Schötz, 13. November 2018))

Während der Projektwoche komponieren einige Sekschüler auch elektronische Lieder. (Bild: Pius Amrein (Schötz, 13. November 2018))

Die Kamera ist auf einen Plastikbecher gerichtet. Nahaufnahme. Schnitt. Dann schenkt eine Schülerin Wasser ein, schliesst die Wasserflasche. Schnitt. Ein Film entsteht nicht einfach in einer einzelnen Sequenz, sondern in vielen zusammengesetzten Szenen.

Das lernen momentan auch die Sekschüler in Schötz. In der Kultur-Projektwoche, welche noch bis Freitag stattfindet, produzieren die 112 Schüler eine eigene Fernsehsendung, einen Dokfilm, vertonen ein Hörspiel, führen Interviews und proben für ein Theaterstück. Alles unter der Leitung von Vollprofis.

Das geht ins Geld. Das Das Kulturvermittlungsportal Schule & Kultur des Kantons Luzern unterstützt die Projektwoche mit 20 000 Franken. Den Rest bezahlt die Gemeinde im Rahmen einer üblichen Projektwoche. «Wir sind uns durchaus bewusst, dass wir eine grosse Unterstützung vom Kanton erhalten haben. Wir hoffen aber, dass so wirklich alle Schüler viel vom Angebot profitieren können», sagt Nadja Keller vom OK der Projektwoche.

Von Kultur-Konsumenten zu Kultur-Produzenten

Die Projektwoche ist ein Pilotprojekt von «Schuku», Schule und Kultur Kanton Luzern. Erstmals wurden die Kurse vom Kanton selbst kuratiert. «Die Schule Schötz meinte, dass sie gerne etwas zum Thema Medienkompetenz machen möchte, und wir haben geschaut, welche Kurse sinnvoll sind», sagt Albin Bieri, Projektleiter Schuku Luzern. Rund 200 000 Franken spricht der Kanton jährlich dafür. Um Unterstützung bewerben kann sich jede Schule. Das Budget stammt aus Swisslos-Mitteln der Kulturförderung des Kantons Luzern und Beiträgen für Projektförderung der Albert-Koechlin-Stiftung. Auf die hohe finanzielle Unterstützung in Schötz angesprochen, sagt Bieri: «Wir glauben, dass es eine nachhaltige Investition ist.» Nach der Auswertung des Pilotprojekts könne man sich auch kuratierte Kurse in den Bereichen Musik oder Theater vorstellen. Und man werde sich auf die Suche nach weiteren Stiftungen begeben. «Wichtige Merkmale der Schuku-Spezial-Angebote sind die interaktiven Elemente. Das heisst, die Schüler sind nicht mehr nur Kultur-Konsumenten, sondern aktive Kultur-Produzenten», sagt Bieri.

«Wir sind uns durchaus bewusst, dass wir eine grosse Unterstützung vom Kanton erhalten.»

Nadja Keller,



Organisatorin der Projektwoche

Kultur-Produzent sein, das kommt bei den Schülern in Schötz super an. «Die Klasse ist sehr motiviert», sagt Filmproduzent Tony Wyss, der mit der Klasse eine Sendung wie «Schweiz aktuell» vom SRF produziert. «Ich möchte aber vor allem das Handwerk vermitteln», sagt Wyss. Um dieses geht es auch im Tonstudio. Mit viel Technik wird hier elektronische Musik kreiert und zum Schluss sogar ein Hörspiel vertont.

In einem weiteren Kurs wird eine Art «Zeitmaschine» gemacht. Die Schüler führen Interviews mit Zeitzeugen von früher. So hat sich etwa das Grosi von Desirée Muri (13) für ein Gespräch bereit erklärt. Desirée und ihre Kollegin Jana Kronenberg (13) wollen sie fragen, wie ihr Alltag war, als sie so alt war, wie die beiden Schülerinnen jetzt sind. «Ich glaube, früher war vieles strenger», sagt Jana. Nebenan ist eine Gruppe von Schülern am Filmen. Sie werden diese Woche einen Dokumentarfilm drehen zum Thema Fussball, Unihockey und Tennis. «Weil wir drei diese Sportarten machen», so die Erklärung. Für den Film würden sie etwa eine alte Ausrüstung mit der neuen vergleichen und sich selbst beim Fussball-, Unihockey- und Tennisspielen filmen. Apropos spielen: In der Turnhalle wird die Kunst des Schauspiels geübt. Im Medientheater greifen die Schüler die Problematik neuer Medien auf. Etwa dem Mobbing. «Auf Instagram sind alle Leute immer so schlank und schön», sagt Selina Baltensperger (14). «Wenn man sich mit diesem Thema befasst, merkt man, wie alles zusammenhängt, und wie wir auch davon kontrolliert werden.»

Alle Werke der Projektwoche kann man am Freitag von 18 bis 22 Uhr an der Schule Schötz anschauen.

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