MILCH: Emmi präsentiert acht Prozent mehr Umsatz

Der führende Schweizer Milchverarbeiter Emmi hat den Umsatz im vergangenen Jahr weiter gesteigert. Der Konzern konnte in allen Produktegruppen sowie im In- und Ausland zulegen.

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Blick in die Produktion von Emmi in Emmen. (Archivbild Adrian Stähli/Neue LZ)

Blick in die Produktion von Emmi in Emmen. (Archivbild Adrian Stähli/Neue LZ)

Der Umsatz von Emmi erhöhte sich 2008 im Vorjahresvergleich um 7,7 Prozent auf 2,693 Milliarden Franken. Das liegt am oberen Ende der eigenen Erwartungen wie auch von jenen der Analysten. 4,6 Prozent der Umsatzzunahme waren allerdings auf Preiserhöhungen zurückzuführen. Das organische Wachstum betrug 6,6 Prozent. Im Inland erhöhten sich die Verkäufe um 8,0 Prozent, während der Umsatz im Ausland um 6,6 Prozent wuchs.

Frischkäse mit grösstem Wachstum
Das Wachstum war breit abgestützt. Bei den klassischen Milchprodukten mit Milch, Rahm und Butter wurde der Umsatz um 6,6 Prozent gesteigert. Das Wachstum wurde aber grossmehrheitlich auf Preiserhöhungen wegen höherer Rohstoffpreise zurückgeführt. Bei den Frischprodukten zogen die Verkäufe um 8,2 Prozent an. Wachstumstreiber waren erneut vor allem Markenkonzepte wie Emmi Caffe Latte sowie zunehmend die Emmi Swiss Linie und die Konzepte mit gesundheitlichem Zusatznutzen wie Emmi Benecol und Aktifit. Beim Käse wurde der Umsatz um 7,5 Prozent erhöht. Beim Frischkäse zog der Umsatz dank eines bedeutenden Produktionsauftrags trotz hohem Importdruck um 11,6 Prozent an. Der Umsatz der Pulver/Konzentrate stieg um 2,7 Prozent, und zwar vor allem wegen vermehrter Exporte zur Entlastung des Milchmarkts im zweiten Halbjahr.

Stabile Konsumsituation erwartet
Emmi bekräftigte für 2008 die Prognose einer Reingewinnmarge von mehr als zwei Prozent. Gewinnzahlen werden erst am 8. April bekannt gegeben. Für das laufende Jahr geht Emmi in der Schweiz von einer stabilen Konsumsituation bei sinkenden Preisen aufgrund tieferer Rohstoffpreise aus. Im internationalen Geschäft wird wegen der trüberen Konsumentenstimmung und möglicher negativer Währungseffekte eine Verlangsamung erwartet.

Analysten bezeichneten die Umsatzzahlen für 2008 als überzeugend. Emmi habe die Wachstumsdynamik auch in der zweiten Jahreshälfte halten können, so der Analyst der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Wie die Bank Vontobel verwies aber auch die ZKB auf die für 2009 erwartete Abkühlung in den internationalen Märkten und die damit verbundenen ungewissen Aussichten für das laufende Jahr.

ap