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Milchkuh Emma sucht in Afrika das Giraffenland

Das Stück um eine Kuh, die Freundschaft mit einer Giraffe schliesst, hat Tiefgang und plädiert für Respekt.
Yvonne Imbach
Autorin Vreni Achermann (links) und Sadio Cissokho im Stück «Giraffenland». (Bild: Yvonne Imbach, Willisau, 26. Oktober 2019)

Autorin Vreni Achermann (links) und Sadio Cissokho im Stück «Giraffenland». (Bild: Yvonne Imbach, Willisau, 26. Oktober 2019)

Milchkuh Emma gab schon 10950 Liter Milch und gebar vier Kälbchen. Im Stall hört sie die Radiosendung «Tiere und Horizonte» und erfährt von einem Land, in dem Giraffen leben. «Bevor ich als Siedfleisch auf dem Teller lande, haue ich ab und suche das Giraffenland», bricht es aus Emma (Vreni Achermann) heraus. Mit einem roten Koffer auf dem Rücken und einer Glocke um den Hals macht sie sich auf den Weg.

Als Emma auf die Giraffe Griot (Sadio Cissokho) trifft, spielt diese die Kora, ein afrikanisches Saiteninstrument. Die beiden erzählen von ihren Ländern und Kulturen, teilen sich frische Blätter und entdecken dabei, dass sie ja beide Wiederkäuer sind. Eine herzerwärmende Freundschaft beginnt. Gemeinsam wird musiziert und gesungen, einmal in Wolof, der Sprache in Senegal, und es wird sogar gejodelt.

Ist Kunst unnütz oder eine heilige Kuh?

Das Stück «Giraffenland» fantasiert mit dem Publikum über Themen wie das Fremde, das Eigene, Mythen und Sagen, unsere Ahnen, Heimat, Auswandern und die Verwirklichung eines Traums. Es geht der Frage nach, ist Kunst unnütz oder ist sie eine heilige Kuh? Schauspielerin und Theaterautorin Vreni Achermann hat das Stück verfasst, für Regie und Dramaturgie ist Ueli Blum verantwortlich. Entstanden ist eine wunderbar poetische Geschichte, die für mehr interkulturelles Verständnis, Respekt und Toleranz plädiert.

Die beiden Figuren werden sehr charmant mit den für sie typischen Eigenschaften gezeichnet. Indem Kuh und Giraffe die Chance erhalten, Gemeinsamkeiten und interessante Kontraste zu entdecken, wird das Publikum eingeladen, sich auch Gedanken über Fremdes und Gemeinsames zu machen. Witzige Details, wie etwa der Anruf von Emmas «Chef» auf ihr Handy oder die Vermisstmeldung im Radio sorgen für beste Unterhaltung. Das Musiktheater eignet sich für Gross sowie Klein und gastiert auch an Schulen.

Hinweis: Weitere Aufführungen: 2.11. Rathausbühne Willisau, 17 Uhr. 30.11. Theater Pavillon Luzern, 17 Uhr. 1.12. Theater Pavillon Luzern, 14 Uhr. www.visch-und-fogel.ch

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