MILCHSCHWEMME: Kunz will Kühe ans Schlachtmesser liefern

Der Luzerner SVP-Nationalrat Josef Kunz will die Milchschwemme bekämpfen und fordert deshalb fünf Millionen Franken für Bauern, die ihre Kühe ins Schlachthaus bringen.

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Schlachten statt melken? Kühe auf einer Alp im Schächental. (Bild Sven Aregger/Neue UZ)

Schlachten statt melken? Kühe auf einer Alp im Schächental. (Bild Sven Aregger/Neue UZ)

Gemäss einem Artikel in der aktuellen «Sonntagszeitung» gibt es in der Schweiz derzeit rund 20'000 Kühe zu viel, die pro Jahr 180 Millionen Liter überschüssige Milch produzieren.

Josef Kunz, Luzerner Nationalrat und Präsident des Bäuerlichen Zentrums Schweiz, schlägt nun vor, die Hälfte dieser Kühe zu schlachten und den Bauern pro Kuh eine Schlachtprämie von 500 Franken auszuzahlen.

Laut «Sonntagszeitung» bekommt ein Bauer heute durchschnittlich 1900 Franken für eine Schlachtkuh, wobei der Preis je nach Qualität schwankt und beim Einzeltier tiefer liegen kann.

«Die Kühe müssen im nächsten halben Jahr geschlachtet werden», sagt Kunz gegenüber der Zeitung. In der kommenden Woche trifft er sich diesbezüglich mit den Schweizer Milchproduzenten.

Die Grossmetzgereien Bell und Micarna sollen Kunz' Vorschlägen nicht abgeneigt sein.

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