MILITÄR: Luzerner verweigert Dienst – ein Jahr Haft

Ein 27-jähriger Luzerner muss für zwölf Monate ins Gefängnis – weil er mehrere Marschbefehle ignorierte. Er freut sich, «einen Schlussstrich zu ziehen».

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(Symbolbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

(Symbolbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Das erste Aufgebot nach der Aushebung erhielt P. C.* mit 18. Da er seine Lehre nicht abbrechen mochte, blieb er ohne Verschiebungsgesuch der Rekrutenschule fern. Deswegen wurde er zu zwei Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt, wie er unserer Zeitung erklärte. Mit 24 wurde er erneut aufgeboten, «drei oder vier» Marschbefehle seien es gewesen. Auch diese ignorierte er. Er sei jahrelang nicht aufgeboten worden, und habe keine Lust mehr gehabt, in die Rekrutenschule zu gehen. Zivildienst kam für ihn nicht in Frage.

Das Militärgericht hat ihn nun schliesslich wegen Dienstverweigerung zu einer unbedingten zwölfmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt. Am Montag muss er ins Gefängnis einrücken. «Ich stehe zu meinen Fehlern und würde heute anders handeln», sagt er. Den Gefängnisaufenthalt sieht der mittlerweile Arbeitslose als Neubeginn. «Ich freue mich, einen Schlussstrich zu ziehen.»

Thomas Oswald

* Name der Redaktion bekannt

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.