MILITÄR: Wehrpflichtige drücken sich vor Schiesspflicht

Wehrpflichtige Personen haben noch bis Ende Monat Zeit, das obligatorische Schiessen zu absolvieren. Einige aber tricksen dabei.

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Szene vom Schiessstand Stalden in Kriens. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Szene vom Schiessstand Stalden in Kriens. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Michael Stirnimann* aus Luzern leistet zwar Militärdienst, doch mit der Schiesspflicht kann der 27-Jährige nichts anfangen. Seit Jahren hat er kein obligatorisches Schiessen absolviert. Denn: «Ich sehe den Sinn hinter der Schiesspflicht nicht.» Konsequenzen hat dies für Stirnimann bisher noch keine gehabt. Denn: Er trickst die Behörden aus. Anstatt selbst in den Schiessstand zu steigen, schickt Stirnimann kurzerhand einen Kollegen. Damit ist er nur einer von vielen Wehrpflichtigen, die keine Lust auf das jährliche 300-Meter-Schiessen haben.

Dabei macht es der Staat den Drückebergern leicht. «Da die Identität der Schützen nicht überprüft wird, kann sich jeder als x-beliebiger Wehrpflichtiger ausgeben», sagt Hannes Mathis* (29) aus Kriens. Mathis ist schon mehrmals für schiessfaule Kollegen eingesprungen. Jährlich erwischen wir rund fünf Personen, die sich vor der Schiesspflicht drücken – es drohen Bussen bis zu 1000 Franken.

Daniel Schrieber

* Namen von der Redaktion geändert

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.