MILITÄRFLUGPLATZ EMMEN: Extraparkplätze für Jetfans

Ab 28. Juli werden in Emmen neue Kampfjets getestet. Kantonspolizei und Militärflugplatz bereiten sich auf einen internationalen Publikumsaufmarsch vor.

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«Feindliche Kamfjäger?» «Ne, freundliche Souvenierjäger!» (Karikatur Jals/Neue LZ)

«Feindliche Kamfjäger?» «Ne, freundliche Souvenierjäger!» (Karikatur Jals/Neue LZ)

Am 28. Juli geht es los. Der Kampfjet JAS-39 Gripen wird auf dem Militärflugplatz Emmen ausgiebig getestet. Der schwedische Gripen ist der erste von drei Kampffliegern, die in diesem Sommer vom Rüstungsbetrieb Armasuisse auf ihre Tauglichkeit für die Schweizer Luftwaffe ausgiebig getestet werden.

Über den genauen Ablauf der Tests wird die Armasuisse demnächst informieren, wie es auf Anfrage hiess. Klar ist bereits, dass die Jets jeweils drei Wochen in Emmen sind: vom 28. Juli bis 22. August, vom 13. Oktober bis 7. November und vom 10. November bis 5. Dezember. Pro Kampfjet wird es zu 28 Flügen kommen. Jeweils dienstags, eventuell auch donnerstags wird es Nachtflüge geben.

Getestet werden die Flugzeuge auch intensiv am Boden: vom in Emmen angesiedelten Fachbereich Flugerprobung der Armasuisse. Im Flugversuchsteam arbeiten unter anderem sechs Testpiloten und sieben Flugversuchsingenieure.

«In der Schweiz kommt man besonders nahe ran»
Erfahrungsgemäss ist der Publikumsaufmarsch bei angekündigten Starts spezieller Flugzeuge in Emmen gross. Selbst aus dem Ausland reisen die so genannten «Planespotter» (Flugzeugbeobachter) an, installieren sich, mit grossen Teleobjektiven ausgerüstet, entlang der Zäune der Flugpiste. Darum rüstet man sich in Emmen: Es werden Extraparkplätze markiert und die Zufahrten entsprechend signalisiert.

Andreas Weber aus Emmenbrücke ist bei angekündigten Spezialflügen regelmässig mit seiner Kamera vor Ort. «In der Schweiz und in England kommt man besonders nahe an die Flugzeuge heran. Die Kampfjettests im Sommer sind für Emmen sicher ein Höhepunkt der letzten Jahre und werden viel Publikum anziehen», erklärt der 20-Jährige. Die meisten Flugzeugfans würden sich an die Spielregeln des Sicherheitspersonals halten. «Aber es gibt immer wieder solche, die sich darüber hinwegsetzen und noch näher als erlaubt ans Geschehen und damit an speziellere Fotopositionen wollen», sagt Weber.

Die «Spotter» werden in Emmen nach dem Startschuss mit dem schwedischen Kampfjet Gripen aus dem Hause Saab auch die weiteren Kandidaten zu sehen bekommen: den französischen Rafale und den Eurofighter Typhoon (Konsortium aus Grossbritannien, Deutschland, Italien und Spanien) nach Emmen kommen.

Jérôme Martinu

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.

Promotion-Video des Kampfjet JAS-39 Gripen: