Milliardeninvestitionen in Luzerner Aggloprogramm

Der private und der öffentliche Verkehr im Raum Luzern können in den nächsten Jahrzehnten ohne Tiefbahnhof und ohne eine neue Autobahnstrecke (Bypass) nicht funktionieren. Von dieser Annahme geht das neue Agglomerationsprogramm Luzern aus.

Drucken
Teilen
Bypass und Tiefbahnhof sind die grosse Luzerner Bauprojekte. (Bild: PD)

Bypass und Tiefbahnhof sind die grosse Luzerner Bauprojekte. (Bild: PD)

Der Regierungsrat habe das Agglomerationsprogramm der zweiten Generation verabschiedet und an den Bund weitergeleitet, teilte die Staatskanzlei am Montag mit. Das neue Programm baue auf dem Vorgängerprogramm auf.

Der Tiefbahnhof mit Durchmesserlinie und der Bypass bleiben im neuen Programm Schwerpunkte. Der Regierungsrat umschreibt die Kosten mit je rund 2 Milliarden Franken. Es müsse alles daran gesetzt werden, dass diese Projekte im Rahmen der Bundesvorlagen Finanzierung und Ausbau Bahninfrastruktur (FABI) sowie Engpassbeseitigung Nationalstrassen realisiert werden könnten.

Das Agglomerationsprogramm sieht ferner kurz-, mittel- und langfristige Massnahmen für den öffentlichen Verkehr von 800 Millionen Franken, für den Strassenverkehr von 710 Millionen Franken und für den Langsamverkehr von 120 Millionen Franken vor.

Auf den bestehenden Strassen könne das Busnetz, etwa mit der Schaffung von Umsteigeknoten, zwar noch optimiert werden, schreibt die Staatskanzlei. Die prognostizierte Zunahme des öffentlichen Verkehrs von 40 Prozent bis 2030 sei ohne Tiefbahnhof aber nicht zu bewältigen.

Das Agglomerationsprogramm setzt ferner das Ziel, die Zersiedelung zu bremsen. Das Siedlungswachstum nach Aussen solle begrenzt werden, schreibt die Staatskanzlei.

sda

Hinweis:
Weitere Infos auf www.aggloprogramm.lu.ch