Millionär landet – Grüne poltern

Der österreichische Multimillionär Peter Pühringer fliegt mit seinem Privatjet Emmen an. Eine «Win-win-Situation», findet die Wirtschaftsförderung. Das sieht man bei den Grünen anders.

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Dem österreichischen Geschäftsmann Peter Pühringer wird von der Wirtschaftsförderung auf dem Flugplatz Emmen der rote Teppich ausgerollt - nicht zur Freude aller.

Dem österreichischen Geschäftsmann Peter Pühringer wird von der Wirtschaftsförderung auf dem Flugplatz Emmen der rote Teppich ausgerollt - nicht zur Freude aller.

«Während scheinbar alle profitieren, bedeutet dies weiteren Flugverkehr und -lärm in Emmen, ohne dass die Gemeinde etwas davon hätte.» Timo Krebs hat sich seine Meinung gemacht. Grund für den Ärger des grünen Emmer Einwohnerrats ist Peter Pühringer. Wie Recherchen der Neuen Luzerner Zeitung ergaben, landet der in Vitznau wohnhafte österreichische Mulitmillionär mit seinem Privatjet jeweils auf dem Militärflugplatz Emmen, um seine Geschäfte in der Region zu tätigen. Grund genug für Krebs, eine Interpellation einzureichen: «Vitznau und der Kanton scheinen von Pühringers Zuzug zu profitieren – auf Kosten von Emmen.»

Die Kritik von grüner Seite überhaupt nicht nachvollziehen kann Walter Stalder, Direktor der Wirtschaftsförderung Luzern. Diese ist zuständig für die Vergabe der Bewilligungen; das operative Handling liegt bei der Ruag und dem Flugplatzkommando. Dass nun politisch Stimmung gegen Privatjet-Landungen und -Abflüge gemacht werde, sei nicht koscher, denn: «Alles hat seine Richtigkeit, wir halten uns peinlichst genau an die getroffene Vereinbarung.» Stalder spricht von der Limitierung auf maximal 1000 zivile Flugbewegungen pro Jahr (An- und Abflüge zählen je einmal), die 2006 fixiert wurde. Je die Hälfte entfallen auf die Wirtschaftsförderung und die Ruag. «Dazu kommt, dass wir unser Kontingent im letzten Jahr mit 300 Bewegungen keineswegs ausgeschöpft haben; dieses Jahr werden wir wohl sogar auf lediglich rund 200 kommen.»

Dave Schläpfer

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