Millionenhilfe
Schon 1000 notleidende Firmen haben beim Kanton Luzern ein Härtefallgesuch eingereicht

Behördlich geschlossene Unternehmen oder Firmen mit einer Umsatzeinbusse von 40 Prozent können Härtefallhilfe beantragen. Der Kanton Luzern hat bereits Gesuche in der Höhe von 21 Millionen Franken bewilligt.

Alexander von Däniken
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Die meisten bisherigen Härtefallgesuche stammen aus der Hotellerie und Gastronomie.

Die meisten bisherigen Härtefallgesuche stammen aus der Hotellerie und Gastronomie.

Dominik Wunderli (Luzern, 22. Januar 2021)

Im Kanton Luzern sind Stand jetzt zwei Härtefallprogramme in Kraft: der Sonderkredit über 25 Millionen Franken für Firmen mit einem Umsatzrückgang von mindestens 40 Prozent sowie 40 Millionen Franken als gebundene Ausgabe für behördlich geschlossene Unternehmen. Über einen weiteren Sonderkredit von knapp 22 Millionen Franken befindet der Kantonsrat in der Märzsession. Die Zwischenbilanz zeigt: Eingereicht wurden bis dato 1000 Härtefallgesuche und bis zum vergangenen Montag wurden insgesamt 272 Gesuche abschliessend bearbeitet. Dies teilte das kantonale Finanzdepartement am Donnerstagmorgen mit.

Knapp 800 der 1000 Anträge wurden von behördlich geschlossenen Betrieben eingereicht und im verkürzten Verfahren behandelt. Rund 200 Anträge sind als ordentlicher Härtefall eingegangen. Über alles gesehen stammen rund 60 Prozent der Anträge aus dem Gastgewerbe und der Hotellerie. Bis am 22. Februar wurden insgesamt 272 Gesuche abschliessend bearbeitet und 21 Millionen Franken bereits zugesprochen. Davon wurden etwas mehr als 15,6 Millionen Franken ausbezahlt. Ein Unternehmen erhält im Schnitt 102'000 Franken.

Die Beiträge für behördlich geschlossene Firmen werden im Kanton Luzern seit Ende Januar ausbezahlt, jene für Unternehmen mit grossem Umsatzrückgang seit dem 4. Februar. Mit Blick auf die weitere Entwicklung erachtet das Finanzdepartement bereits geplante Aufstockungen als wichtig. Nebst der kantonalen Aufstockung um knapp 22 Millionen Franken ist auf Bundesebene schweizweit eine Aufstockung auf 10 Milliarden Franken geplant.