MINISTRANTEN: Kirchen-Verantwortliche: Statue ist sexistisch

Grosses Geschenk für die Schweizer Ministranten: Sie erhielten eine Bronzestatue. Nun sind Luzerner verärgert, weil die Statue männlich ist.

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8000 Buben und Mädchen haben am Sonntag am Ministrantenfest in Aarau teilgenommen. Die Organisatoren sprechen von einem Erfolg. Doch nun trübt eine Bronzestatue die Stimmung. Sponsoren haben den Ministranten als Dank für ihr Engagement eine 5 Meter hohe und 120'000 Franken teure Statue geschenkt, die den heiligen Tarzisius darstellt.

Warum ausgerechnet ein Knabe? Dies fragt sich eine Mehrheit der Ministranten-Präsides der katholischen Kirche der Stadt Luzern. Die Präsides sind Seelsorger, welche in der Kirche für die Ministranten verantwortlich sind. «In der Realität sind mehr als die Hälfte der Ministranten Mädchen», sagt Ministrantenpräses Felix Hunger von der Pfarrei St. Karl. Hunger kritisiert im Namen seiner Luzerner Kollegen auch die Kosten. «Man hätte das Geld besser investieren können.»

So beispielsweise für Hilfeleistungen für Ministrantinnen und Ministranten in der Dritten Welt. Überhaupt passe der «Gigantismus» nicht zu einer menschenorientierten Kirche. Mit dem Gang an die Öffentlichkeit wollen die Ministranten-Präsides eine Diskussion über den Sinn oder Unsinn solcher Geschenke lancieren.

Daniel Schriber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.