MISS SCHWEIZ: «Ich lasse mich von der Zukunft überraschen»

Sara Wicki (24) aus Sursee wurde bei den Miss-Schweiz-Wahlen Zweite. Jetzt ist die Lehrerin bereits zurück im Klassenzimmer. Aber nicht mehr lange.

Interview Andrée Stössel
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Sara Wicki bei der Miss-Schweiz-Wahl am Samstag. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

Sara Wicki bei der Miss-Schweiz-Wahl am Samstag. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

Sara Wicki, wieso sind Sie nicht Miss Schweiz geworden?

Sara Wicki: Es wäre ein Riesenzufall gewesen, wenn ich gewonnen hätte. Das war mir schon im Vorfeld klar. Die Leute – sowohl die Miss-Schweiz-Organisation als auch die Zuschauer und Sponsoren – wollten etwas Neues. Da passte Dominique Rinderknecht einfach besser. Ich bin eher 08/15.

08/15?

Wicki: Charakterlich nicht, aber vom Aussehen her würde ich sagen, ich bin eher Durchschnitt. Dominique ist mit ihren kurzen Haaren zumindest optisch einfach frecher, ein echtes Aushängeschild. Und sie war schon im Vorfeld stark in den Medien präsent.

Sie waren am Samstag bei den Wahlen bis zum Schluss dabei. Was ist Ihnen durch den Kopf gegangen, als Sie mit Ihrer letzten Konkurrentin auf der Bühne standen?

Wicki: Ich hätte nicht gedacht, dass ich so weit komme. Als ich dann da oben stand, sah ich mich sowieso schon als Gewinnerin. Dominique und ich, wir beide sind Gewinnerinnen. Eigentlich bin froh, Vize-Miss-Schweiz geworden zu sein und nicht Miss Schweiz.

Ganz ehrlich?

Wicki: Natürlich hätte ich das Jahr gerne gemacht. Auf der anderen Seite hat man als Miss Schweiz kaum noch Privatsphäre, steht dauernd im Mittelpunkt. Jeder kennt deinen Freund und dein Umfeld. Mein Freund sagt, er sei der eigentliche Gewinner, denn er hätte jetzt noch ganz viel Zeit mit mir (lacht).

Was haben Ihre Schüler gesagt, als Sie gestern Morgen wieder im Schulzimmer standen?

Wicki: Die waren mega herzig. Als Erstes haben die Lehrerkollegen im Lehrerzimmer ein Gratulationsbanner für mich aufgehalten und mir einen Blumenstrauss und ein Kärtchen überreicht. Im Schulzimmer hatten meine Schüler die Wandtafel für mich verziert und mir gratuliert. Eine Schülerin hat mich sogar umarmt.

Sie haben für die Miss-Schweiz-Wahlen Ihre Stelle als Lehrerin in Sursee gekündigt. Wie gehts jetzt weiter?

Wicki: Ich lasse mich von der Zukunft überraschen. Es ist noch offen, ob ich als Vize-Miss künftig mit der Miss-Schweiz-Organisation zusammenarbeiten darf oder ob ich mir allenfalls einen Manager suchen muss. Das wird sich in den kommenden Tagen klären.

Sie möchten weitermodeln?

Wicki: Wenn man diese Möglichkeiten durch die Wahl schon hat, dann wärs toll, diese auch zu nutzen. Ich möchte aber auch noch reisen und das vielleicht mit einer Arbeit im Ausland verbinden. Und meine Master-Arbeit mache ich auch noch fertig.

Dominique Rinderknecht ist die neue Miss Schweiz. (Bild: PD)
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Die Finalistinnen Dominique Rinderknecht und Sara Wicki. (Bild: Keystone)
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Die neue Miss Schweiz: Dominique Rinderknecht. (Bild: Keystone)
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Dominique Rinderknecht. (Bild: Keystone)
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Die neue Miss erhält ein Auto eines Sponsors. (Bild: Keystone)
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Miss Schweiz-Kandidatin Sara Wicki aus Sursee. (Bild: Keystone)
Marco Fritsche bei der Moderation. (Bild: Keystone)
An der Show im Zürcher Hallenstadion. (Bild: Keystone)
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Dominique Rinderknecht ist die neue Miss Schweiz. (Bild: PD)