MISS-SCHWEIZ-KANDIDATIN: Wirbel um Miss-Schweiz-Kandidatin

Marion Stutz aus Hochdorf stört sich an einem «rassistischen Fanclub» auf Facebook. Die 25-Jährige will die Gruppe jetzt löschen lassen.

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Marion Stutz (25), Miss-Schweiz Kandidatin aus Hochdorf. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Marion Stutz (25), Miss-Schweiz Kandidatin aus Hochdorf. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

«Diesmal kein Geschwür! Darum wählt Marion Stutz!» – so heisst der Fan-Club auf dem Internetportal Facebook, der sich für die Miss-Schweiz-Kandidatin Marion Stutz aus Hochdorf stark macht, wie «Blick» vermeldet. «Es soll eine Frau sein, welche die Schweiz auch wirklich repräsentieren kann und wird! Miss – Schweiz zu sein hat nun mal nicht nur mit Schönheit zu tun, es hat auch, wie der Name schon sagt, etwas mit der Schweiz zu tun!», schreibt die Gruppe auf ihrer Startseite. 

Anspielung auf Toyloy-Beschimpfung 
Mit dem Gruppennamen wird direkt auf die vergangene Miss-Schweiz-Wahl angespielt. Nach dieser wurde die amtierende Miss Schweiz Whitney Toyloy wegen ihrer ausländischen Wurzeln vergangenes Jahr als «Geschwür» denunziert.

Die Facebook-Gruppe, die zurzeit 60 Mitglieder fasst, wurde von den beiden jungen Männern Dominik Schmid und Pascal Hostettler gegründet. Schmid posiert auf seinem Profilbild vor einer Schweizer Flagge und der kahlgeschorene Hostettler trägt einen Kapuzenpulli von Pitbull - eine Marke, die der rechten Szene zugeordnet wird, wie Diskussionen darüber im Internet zeigen.

«Typisch schwiizerisch»
Marion gibt sich als Patriotin. So wird sie auf ihrer Homepage mit «eine waschechte 1291-Schweizerin», «unsere schönen Schweizer Bergen» und «typisch schwiizerisch eine Familie mit zwei Kindern» zitiert, will aber mit politisch rechtem oder gar rassistischem nichts am Hut haben. «Ich habe überhaupt nichts gegen Ausländer, mein Freundeskreis ist multikulturell und mein Freund ein Österreicher».

Stutz will Gruppe löschen
Die 25-Jährige will jetzt alles daran setzen, dass die Gruppe aus «Facebook» gelöscht wird: Gegenüber der «Schweizer Illustrierte» sagte sie: «Auf keinen Fall will ich, dass mein Name weiter mit diesen Leuten in Verbindung gebracht wird». Die rassistische Gruppe hat Stutz inzwischen den «Facebook»-Verantwortlichen gemeldet.

rem

Die Gruppe im Internet. (Bild Screenshot Facebook)