Mit 144 km/h in der 60er-Zone: Luzerner Kriminalgericht verurteilt jungen Raser

Mit einem BMW raste ein Türke in Büron mit stark überhöhter Geschwindigkeit. Nun hat ihn das Kriminalgericht zu 17 Monaten Gefängnis bedingt verurteilt.

Kilian Küttel
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War es das schlechte Gewissen? Oder die Angst vor einer härteren Strafe? Am 4. November 2017 heizt ein geleaster BMW mit 144 Stundenkilometern durch die 60er-Zone bei Büron Richtung Triengen. Der Fahrer ist ein 21-jähriger Türke. Was er an diesem 4. November nicht weiss: An der Aarauerstrasse hat sich die Polizei positioniert. Es blitzt. Nach Abzug der Toleranz hatte er 78 Stundenkilometer zu viel auf dem Tacho.

Für seinen Tempoexzess verurteilt das Luzerner Kriminalgericht den jungen Mann nun im abgekürzten Verfahren nun zu 17 Monaten Gefängnis bedingt. In ihrer Anklage schreibt die Luzerner Staatsanwaltschaft, sein Verhalten sei «rücksichtslos und dumm» gewesen. Jedoch: «Strafmindernd zu berücksichtigen ist, dass der Beschuldigte nach der Geschwindigkeitsmessung von sich aus sein Fahrzeug wendete und zur Messstation zurückkehrte, wo er sich von der Luzerner Polizei festnehmen liess.» Im Strafverfahren habe er sich einsichtig und kooperativ gezeigt.

Zwischenfälle gab es schon in der Vergangenheit

War es also das schlechte Gewissen? Oder doch die Angst vor einer härteren Strafe. Denn Erfahrung mit der Justiz hat der junge Mann einige. Oder wie es die Strafverfolger formulieren: «Sein automobilistischer Leumund ist getrübt.» 2012 hatte er mit seinem Roller einen Unfall gebaut, weshalb er seinen Lehrfahrausweis abgeben musste.

Und am 16. Februar 2016 wurde er mit zu bedingten Geldstrafe von 1800 Franken verurteilt – wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln.