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Kommentar

Mit 16 an die Urne? Ausprobieren!

Die Luzerner Jugend ist politbegeistert. Stimmrechtsalter 16 ist einen Versuch wert.
Lukas Nussbaumer

Die Luzerner Grünen verlangen im Kanton Luzern die Senkung des Stimmrechtsalters von 18 auf 16 Jahre. Die gleiche Forderung der gleichen Partei scheiterte 2014 im Parlament. Weil sich das bürgerliche Lager, bestehend aus CVP, SVP und FDP, fast geschlossen dagegen stemmte.

Fünf Jahre später hat das Anliegen gute Chancen. Erstens, weil die kantonalen Wahlen von Ende März zu einem Links-Grün-Rutsch geführt haben. Zweitens, weil sich heute ein wesentlicher Teil der CVP für ein tieferes Stimmrechtsalter erwärmen kann. Und drittens, weil sich wohl auch Mitglieder anderer bürgerlicher Parteien nicht vor der Tatsache verschliessen können, dass die Luzerner Jugend politbegeistert ist. Das zeigt der hohe Anteil von jungen Kandidaten bei den Nationalratswahlen.

Zwar gibt es mit Glarus nur einen Kanton in der Schweiz, der Stimmrechtsalter 16 kennt. Und die Erfahrungen zwölf Jahre nach der Einführung sind nicht messbar, weil bei den Wahlen keine nach Altersklassen gesonderte Wahlbeteiligung erhoben wird und es an den Landsgemeinden schwierig festzustellen ist, wer mitstimmt. Wer für Luzern nun also eine Senkung der Stimm- und Wahlhürde fordert, kommt schnell in einen Argumentationsnotstand. Dennoch: Stimmrechtsalter 16 ist einen Versuch wert. Es gab schon Wahlgänge in der Stadt Luzern – der einzigen Gemeinde im Kanton, welche die Wahlbeteiligung nach Alter aufsplittet –, in der die Beteiligung der 18- und 19-Jährigen höher lag als die durchschnittliche.

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