Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Mit Hochhaus, Wellnessbad und Park:
Im Krienser Nidfeld soll ein neues Stadtquartier entstehen

Das Baugesuch für die 169-Millionen-Überbauung dem Nidfeld-Areal liegt auf. Geplant sind nicht nur Wohnungen und Büros, sondern auch Spielplätze, ein kleiner Park, ein öffentlicher Platz – und ein soziales Netzwerk.
Stefan Dähler
Blick von Norden auf die geplante Nidfeld-Überbauung mit dem Nordplatz und dem Hochhaus im Vordergrund. (Visualisierung: Business Images AG)

Blick von Norden auf die geplante Nidfeld-Überbauung mit dem Nordplatz und dem Hochhaus im Vordergrund. (Visualisierung: Business Images AG)

Rund 900 Menschen sollen dereinst auf dem Nidfeld-Areal in Kriens wohnen. Bis 2024 entstehen für 169 Millionen Franken am ehemaligen Standort des Pilatusmarkts ein 60-Meter-Hochhaus und acht Gebäude mit einer Höhe von 24 Metern. Das 15 Meter hohe Gebäude für den Prodega-Abholmarkt wird bereits im März oder April eröffnet. Geplant sind 445 Wohnungen, zahlreiche Gewerberäume und ein Wellness-Fitness-Angebot. Nun kommt das Projekt in die entscheidende Phase: Das Baugesuch liegt derzeit bei der Stadt Kriens auf.

Die Nutzfläche beträgt 80'000 Quadratmeter, rund 40 Prozent davon sind für das Gewerbe vorgesehen. «Entlang der Nidfeldstrasse gibt es Räume für Ateliers, kleine Läden wie Bäckereien, Velogeschäfte oder Coiffeure und Gastronomie», sagt Thomas Häusler, Immobilienentwickler und Projektleiter bei Losinger Marazzi, welche das Areal im Auftrag der Eigentümerin Coop entwickelt und realisiert.

Ankermieter für Hochhaus gesucht

Weiter entstehen im Hochhaus Büroräume. «Hier haben wir das Ziel, einen Ankermieter zu finden, der einen Grossteil der Fläche in Anspruch nimmt.» Dieser sei noch nicht bekannt, man sei aber mit Interessenten im Gespräch. Auch bezüglich Wellness-Fitness-Anlage sind noch keine weiteren Details bekannt, die Verhandlungen mit Investor Kumar Kamlesh, der bereits das Aquafit in Sursee betreibt, laufen noch. Klar ist aber, dass diese ein ganzes der 24-Meter-Gebäude in Anspruch nehmen soll.

Blick aus Richtung Osten auf die geplante Überbauung mit dem niedrigeren Prodega-Gebäude links. (Visualisierung: Business Images AG)

Blick aus Richtung Osten auf die geplante Überbauung mit dem niedrigeren Prodega-Gebäude links. (Visualisierung: Business Images AG)

Bezüglich Bewohner strebe man einen bunten Mix an, so Häusler. Die Wohnungsgrössen variieren von 1,5 bis 5,5 Zimmern, wobei der Hauptteil 2,5 oder 3,5 Zimmer aufweisen werde. «Wir wollen Studenten, junge Paare, Familien und auch Senioren ansprechen.» Die Mietpreise sind noch nicht bekannt, sie würden sich aber «an der Konkurrenz in der Umgebung orientieren», so Häusler. Wer nicht gerne anonym wohnt, kann sich mit der Nachbarschaft vernetzen. «Zu diesem Zweck entwickeln wir eine Quartier-App», sagt Häusler, quasi ein soziales Netzwerk für die Bewohner. «Sie soll den Austausch untereinander erleichtern und fördern. Man kann Fahrgemeinschaften bilden, sich zum Kaffeetrinken verabreden oder gegenseitig Gebrauchsgegenstände ausleihen.» Ein vergleichbares Angebot gibt es auch in der Überbauung Matteo Mattenhof.

Es soll ein belebter Stadtplatz entstehen

Damit die Leute sich auf dem Areal auch tatsächlich treffen, sind ein Gemeinschaftsraum, gemeinsame Gärten und mehrere öffentliche Anlagen geplant. Vor dem Hochhaus gegenüber der Musikhochschule entsteht der Nordplatz. «Dieser soll ein belebter Stadtplatz werden, auf dem auch Veranstaltungen oder Märkte stattfinden können.» Weiter sind zwei Innenhöfe mit Spielplätzen sowie einem Barfusspfad und entlang der Autobahn ein Park mit Naturräumen, Vitaparcours, Frisbee-Golf und Boccia-Feld angedacht.

Die Lage des Areals ist lärmtechnisch anspruchsvoll. Es befindet sich neben der Autobahn A2 und der Nidfeldstrasse. Darum wurde die Bebauung so konzipiert, dass ein Gebäuderiegel parallel zu den Strassen entsteht und die Innenhöfe geschützt sind. Die lärmempfindlichen Räume sollen weitestgehend auf die Innenhöfe ausgerichtet werden. Wo das nicht möglich ist, werden stark schallisolierte Fenster eingebaut. Weiter ist das Hochhaus so platziert, dass der Schatten nicht auf das Areal fällt.

200 Fahrten während Abendspitze als Maximum

Auf dem Areal entstehen 650 Parkplätze, diese Zahl wurde im Bebauungsplan vorgegeben. Weiter wird es rund 1400 Velo-Abstellplätze geben. Das Ziel ist, dass viele Bewohner und Arbeiter mit ÖV und Velo an- beziehungsweise abreisen. Für die Einstellhalle ist ein Fahrtenmodell vereinbart. Dieses sieht maximal 200 Ausfahrten abends zwischen 17 bis 18 Uhr vor. Wird dieser Wert regelmässig überschritten, hat dies eine Verlängerung der Wartezeiten vor der Ausfahrtsschranke zur Folge.

Realisiert wird die Überbauung, die Minergie-Standards und den Anforderungen eines 2000-Watt-Areals entsprechen soll, in Etappen: Die 24-Meter-Häuser entstehen von 2020 bis 2023, das Hochhaus von 2022 bis 2024. In den nächsten Jahren sind im Gebiet auch zahlreiche andere Neubauten geplant. Rechnet man deswegen mit längeren Leerbeständen, zumal auf dem Wohnungsmarkt derzeit ein Überangebot besteht? «Das ist zum aktuellen Zeitpunkt schwierig zu beurteilen», sagt Häusler. «Wir sind zuversichtlich, da die Realisierung in Etappen dies abfedern dürfte.» Weiter sei man überzeugt, dass das Projekt «sehr attraktiv» für die Bewohner und Investoren sein werde.

Ursprünglich war der Baubeginn ab 2018 geplant, der Grund für die Verzögerung sei die lange Dauer bis zur Rechtskraft des Bebauungsplans.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.