Mit Hunderten Lichtern in Luzern gegen Gewalt gegen Frauen

Mit einer Lichterkette am Luzerner Seebecken machte das Luzerner Frauenstreik-Komitee am Montag auf die Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» aufmerksam. Auch in Luzern seien zu viele Personen betroffen, heisst es bei den Veranstaltern.

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Windlichter am Luzerner Seebecken. (Bild: PD/Natalie Boo, 25. November 2019)

Windlichter am Luzerner Seebecken. (Bild: PD/Natalie Boo, 25. November 2019)

(dvm) Ein Kilometer Windlichter erleuchteten am Montagabend das Luzerner Seebecken. Damit sollte die Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» für die Luzerner Bevölkerung sichtbar gemacht werden, wie das Luzerner Frauenstreik-Komitee am Dienstag in einer Mitteilungs schrieb.

Noch vor wenigen Jahren habe sich der Kanton selbst an der Kampagne beteiligt, so die Veranstalter weiter. «Trotz ansteigender Anzahl Betroffener hält man es heute offenbar nicht mehr für wichtig, auf die Gewalt gegen Frauen und die Anlaufstellen aufmerksam zu machen.» Deshalb würden dieses Jahr Ehrenamtliche für eigentlich staatliche Aufgaben in die Bresche springen. Unterstützt wurden die Aktivistinnen laut eigenen Angaben von zahlreichen Luzerner Institutionen, etwa dem Haus «Hagar», dem Frauenhaus Luzern, dem Zentralschweizerischen Arbeiterhilfswerk (SAH), den Organisationen «Pallas» oder «Hello Welcome».

Gemäss den Veranstaltern spazierten am Montagabend Tausende Luzernerinnen und Luzerner an der Lichterkette vorbei, kamen mit den Aktivistinnen ins Gespräch, nahmen Flyer und Windlichter mit. Auch in den kommenden zwei Wochen seien diese Windlichter in Luzerner Schaufenstern, Restaurants, Beizen und in privaten Fenstern anzutreffen – damit das Thema Gewalt an Frauen nicht im Dunkeln bleibe.

Windlichter am Luzerner Seebecken. (Bild: PD/Natalie Boo, 25. November 2019)

Windlichter am Luzerner Seebecken. (Bild: PD/Natalie Boo, 25. November 2019)

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