Mit Jöh-Bildli auf Stimmenjagd

CVP-Politiker buhlen mit Flyern um einen Platz auf der Regierungsratsliste. Eine Kandidatin erweckt den Eindruck, Mutter zu sein.

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So posiert die kinderlose Franziska Bitzi Staub auf ihrem Wahlflyer. (Bild: ab Flyer)

So posiert die kinderlose Franziska Bitzi Staub auf ihrem Wahlflyer. (Bild: ab Flyer)

Die 38-jährige Grossstadträtin Franziska Bitzi Staub will Luzerner Regierungsrätin werden. Nächste Hürde ist das Nominationsverfahren der CVP am Dienstagabend in der Stadthalle Sursee. Wie ihre Mitbewerber um die beiden freien Plätze auf der CVP-Liste hat sie sämtlichen Delegierten einen Flyer geschickt - und Bitzi Staub hat auch eine Homepage eingerichtet. Die Juristin und Leiterin des Rechstdiensts des kantonalen Finanzdepartements setzt voll auf ihr Konterfei, das im Flyer sechs Mal erscheint, und auf das Wort «passt».

Nicht ganz passt dafür das Bild, das Bitzi Staub auf dem Flyer und ihrer Homepage mit einem Kleinkind in den Armen zeigt: Die Politikerin ist kinderlos. Das Bild, auf dem ihr Göttibub zu sehen ist, stamme aus dem Familienalbum und solle «die Bedeutung von Familie und Kindern für unsere Zukunft zeigen», erklärt die Kandidatin die Wahl des Sujets. Sie habe keinesfalls einen falschen Eindruck erwecken wollen. Das Foto werde in der definitiven Version ihres Webauftritts entfernt und sei nur für den CVP-internen Flyer benutzt worden, sagt die Frau, die 1999 und 2003 erfolglos für den Nationalrat kandidiert hatte, auf Nachfrage hin.

Lukas Nussbaumer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.