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Matura geschafft: Mit Musik erholt sich die Escholzmatterin vom Stress

Schon als Kind wusste Karin Wüthrich, dass sie Primarlehrerin werden will. Mit diesem Traum vor Augen hat die heute 18-Jährige entschieden, auf das Kurzzeitgymi zu setzen.
Jessica Bamford
Karin Wüthrich auf dem Gelände der Kanti Schüpfheim. Bild: Pius Amrein (15. Juni 2018)

Karin Wüthrich auf dem Gelände der Kanti Schüpfheim. Bild: Pius Amrein (15. Juni 2018)

Mit ihrer Maturaarbeit hat Karin Wüthrich für ihr Studium vorgespurt. Sie hat sich darin mit schwer erziehbaren Kindern und deren Ausbildung beschäftigt. Grund dafür war, dass sie eine Familie, die ein schwer erziehbares Kind aufgenommen hat, gut kennt. Ausserdem gibt es in ihrer Wohngemeinde Escholzmatt eine Sonderschule. In der Arbeit hat sie den Alltag an der Regelschule mit demjenigen an der Sonderschule verglichen. Zusätzlich machte sie Interviews mit Pflegefamilien von schwer erziehbaren Kindern. «Geblieben ist mir vor allem, dass diese Kinder wirklich nichts dafür können und trotzdem von der Gesellschaft abgestempelt werden», erinnert sich Karin Wüthrich. Trotz ihres grossen Interesses weiss sie noch nicht, ob sie sich in Zukunft vertieft mit dem Thema befassen möchte.

Im September beginnt die Matura-Absolventin an der Pädagogischen Hochschule in Luzern ihr Studium. Ein Zwischenjahr ist für die 18-Jährige kein Thema: «Wenn ich schon im Tramp bin, mache ich gleich weiter, so bin ich bald fertig mit dem Studium.» Trotz ihrer Vorfreude auf das neue Kapitel schaut Wüthrich mit einem traurigen Auge auf den Kanti-Abschluss – sie werde vor allem die Klasse vermissen.

Sie wollte die Musik nicht zum Schulfach machen

Sie wollte die Musik nicht zum Schulfach machen Für Karin Wüthrich war schon früh klar, dass sie an die Kanti geht, um Lehrerin zu werden. Aus diesem Grund kam das Gymnasium Plus nie in Frage. Dieser um ein Jahr verlängerte Maturitätslehrgang richtet sich an besondere Talente. Auch für Wüthrich wäre das Angebot eine Option gewesen: Sie spielt seit neun Jahren Querflöte, seit drei Jahren auch in der Kirchenmusik Escholzmatt.

Mit dem Gymnasium Plus hätte sie ein Jahr länger für die Schule gebraucht und mehr Zeit für die instrumentenspezifische Ausbildung gehabt. «Ein Grund, weshalb ich es nicht gemacht habe, war auch, dass die Musik für mich ein wichtiger Ausgleich ist», erklärt sie. «Das wollte ich nicht zu einem Schulfach machen.» Neben der Querflöte spielt sie seit vier Jahren auch Schwyzerörgeli: «Wenn ich mich mit Kollegen treffe, nehmen wir oft unser In-strument mit und spielen ein wenig. Das gefällt mir sehr.» Ausserdem macht sie seit dem Kindergarten in der Trachtengruppe Escholzmatt mit. Dass ihr all diese Hobbys bei der Ausbildung nie in den Weg kamen, hat sie ihrem Organisationstalent zu verdanken. Den musikalischen Ausgleich möchte sie auch während des Studiums beibehalten. 

Kantonsschule Schüpfheim: Die Namen aller Absolventen

Affentranger Nathan, Flühli; Babic Aleksandar, Schüpfheim; Babic Vladica, Schüpfheim; Bacchetta Elio, Horw; Bättig Franca, Schüpfheim; Bienz Loreana, Ebnet; Böbner Esmée, Hasle; Bur Stefanie, Kriens; Caruso Noemi, Luzern; Derendinger Felicia, Oftringen; Distel André, Schüpfheim; Eicher Vroni, Escholzmatt; Emmenegger Lara, Wiggen; Felder Luisa, Entlebuch; Gisler Linda, Malters; Greil Oliver, Escholzmatt; Jayakumar John, Escholzmatt; Kaufmann Jenny-Marina, Schüpfheim; Küng Corinne, Escholzmatt; Limacher Rahel, Engelberg; Manoharan Mathusan, Escholzmatt; Milenkovic Andela, Schüpfheim; Milenkovic Anja, Schüpfheim; Müller Dana, Schüpfheim; Röösli Alexandra, Schüpfheim; Rüegg Nina, Schüpfheim; Rüssli Severin, Schüpfheim; Schäfer Felix, Schüpfheim; Schmid Désirée Annalena, Schüpfheim; Schnider Nicola, Hasle; Tahiri Edita, Escholzmatt; Thürig Robin, Oberentfelden; Vella Gianna, Luzern; Vollenweider Jana, Emmen; Weber Joël, Malters; Wicki Celine, Hasle; Wüthrich Karin, Escholzmatt; Zemp Jonas, Ettiswil.

Die besten Abschlüsse und die beste Arbeit

Beste Abschlüsse (Preis der Unesco Biosphäre Entlebuch): Gisler Linda, Malters (5,21); 2.Derendinger Felicia, Oftringen (5,18); 3. Affentranger Nathan, Flühli und Wüthrich Karin, Escholzmatt (beide 4,82).

Beste Maturaarbeit (Preis Kiwanis Club Entlebuch): Schäfer Felix, Schüpfheim (6,00). Das Thema der Maturaarbeit lautet: Kannibalismus in der mittelalterlichen Literatur am Beispiel des Motivs vom gegessenen Herzen im «Herzmäre». (red)

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