Mit neuen Projekten auf Erfolgskurs

Die Aktionäre der LZ Medien können sich über eine höhere Dividende freuen. Auch die Zukunft sieht gut aus.

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Der Verwaltungsrat der LZ-Medien-Gruppe: (von links) Jörg Schnyder, Doris Russi Schurter, Präsident Erwin Bachmann und Albert P. Stäheli. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Der Verwaltungsrat der LZ-Medien-Gruppe: (von links) Jörg Schnyder, Doris Russi Schurter, Präsident Erwin Bachmann und Albert P. Stäheli. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Es läuft wieder rund für das Zentralschweizer Medienunternehmen LZ Medien. Davon wollten sich am Dienstag auch 244 Aktionäre an der Generalversammlung im Zentrum Gersag in Emmenbrücke überzeugen. «Es hat sich bestätigt, dass bei fortschreitendem Strukturwandel in unserer Branche gute wirtschaftliche und publizistische Leistungen möglich sind», sagte Verwaltungsratspräsident Erwin Bachmann. Das vergangene Geschäftsjahr sei von einer Konsolidierung geprägt gewesen. So habe das Unternehmen einige Veränderungen auf den Weg bringen können. Das Layout und damit das Erscheinungsbild des Flaggschiffs der Gruppe, der «Neuen Luzerner Zeitung», sei überarbeitet worden. Der neue Fernsehsender Tele 1 sei auf Sendung gegangen, und der «Anzeiger Luzern» konnte vollständig ins Unternehmen eingegliedert werden. Durch die engere Zusammenarbeit mit dem Mutterkonzern, der NZZ-Mediengruppe, konnten Geld und Ressourcen eingespart werden. Trotzdem würden die Printmedien, Tele 1 und Radio Pilatus weiter unabhängig arbeiten, betonte Bachmann.

Gewinn fast verdoppelt

Im vergangenen Jahr konnte die LZ-Medien-Gruppe sowohl den Umsatz als auch den Gewinn deutlich steigern. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozent auf 166 Millionen Franken angewachsen. Nach dem dramatischen Wirtschaftsabschwung im Jahr 2009 zeigte sich ab der zweiten Jahreshälfte 2010 eine leichte Erholung an den Märkten. Alle Geschäftsbereiche haben dieses Umfeld genutzt, und auch das Sparprogramm zeigte bereits seine Wirkung. Der operative Gewinn (Ebit) wurde mit 15,6 Millionen Franken fast verdoppelt, und die Margen konnten klar verbessert werden. Über das gute Geschäftsjahr können sich die Aktionäre freuen. Sie erhalten 100 Franken pro Aktie, das sind 15 Franken mehr als im Vorjahr.

Auch für das laufende Jahr erwartet Bachmann einen positiven Geschäftsverlauf. Trotzdem sei es schwer, die sensiblen Märkte zu beurteilen. «Daher wollen wir mit Zuversicht, aber auch mit der notwendigen Vorsicht unser Geschäft vorantreiben», betonte er.

Die Generalversammlung hat alle Anträge einstimmig angenommen und die Verwaltungsräte Doris Russi Schurter, Jörg Schnyder und Albert P. Stäheli für weitere vier Jahre wiedergewählt.

Nelly Keune / Neue LZ