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Neue Pumptrack-Anlage in Luzern: Mit Vollgas über Asphalthügel rauschen

Mountainbike- oder Rollschuhfahrer haben in der Stadt Luzern seit Samstag eine neue Spielwiese. Auf dem so genannten Pumptrack lassen sich auf einem Asphaltparcours waghalsige Sprünge und Ausdauer üben.
Andreas Bättig
Eine Rollschuhfahrerin testet die neue Pumptrack-Anlage beim Schulhaus Wartegg. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 17. November 2018)

Eine Rollschuhfahrerin testet die neue Pumptrack-Anlage beim Schulhaus Wartegg. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 17. November 2018)

Wer den BMX-Fahrern auf dem Pumptrack beim Schulhaus Wartegg in Luzern zuschaut, dem wird fast ein bisschen schwindlig. In einem Affentempo rasen die Fahrerinnen und Fahrer über die Asphaltpiste, legen sich in steile Kurven, hüpfen über kleine Bodenwellen.

Das Besondere: Der Parcours ist so konzipiert, dass sie nicht in die Pedale treten müssen, um Geschwindigkeit aufzubauen. Es genügt, wenn die Fahrer durch Auf-und-ab-Bewegungen auf den Bodenwellen – dem sogenannten Pumpen – Schwung holen und so Tempo aufbauen. Deshalb auch: «Pumptrack». «So kommt man wie beim Snowboarden in einen Flow», erklärt Fabian Geser (23) aus Sarnen, der BMX-Fahrer und Mitglied des BMX-Clubs SpeedPower Luzern/Littau ist. «Der Track eignet sich bestens, um sein Bike kennen zu lernen, ein Gefühl für Linien auf einem Parcours zu bekommen», sagt Geser. Auch Fäbu Luternauer (41) aus Ruswil, amtierender Deutschschweizer Meister im BMX-Rennfahren, ist vom Pumptrack begeistert: «Hier kannst du richtig den Puls raufjagen, die ganze Muskulatur stärken und musst dabei immer sehr konzentriert sein.» Für ihn sei es eine ideale Strecke, um trainieren zu können.

Stadt will Kleinsportanlagen fördern

Ingesamt bewilligte der Stadtrat im Rahmen der Sanierung der Aussenanlage des Schulhauses Wartegg 130 000 Franken für den Bau des Pumptracks. Zudem beteiligten sich an den Kosten die Albert Koechlin Stiftung sowie die Kantonale Sportförderung. Eröffnet wurde die Anlage durch den Luzerner Stadtpräsidenten Beat Züsli. «Wir wollen solche Kleinsportanlagen fördern. Wir planen, noch einige solche Anlagen zu bauen», sagt Züsli. «Wir glauben, dass es ein Bedürfnis ist, sich draussen zu bewegen. Dem wollen wir nachkommen.»

Solche Anlagen seien wichtige Treffpunkte für ein Quartier. Deshalb sei es wichtig, dass solche Projekte nicht ausserhalb der Stadt gebaut werden. «Wir gehen davon aus, dass in Zukunft Schulanlagen als Begegnungsort immer wichtiger werden, da sich Wohngebiete immer mehr verdichten», sagt Züsli. «Früher hat man um Schulanlagen einen Zaun gebaut und sie am Wochenende abgeschlossen. Wir wollen das Gegenteil und sie der Bevölkerung zugänglich machen.»

Am Samstag fand die Eröffnung der ersten Pumptrack-Anlage in Luzern statt. Die Asphalt-Piste befindet sich hinter der Sporthalle Wartegg. (Bild: Dominik Wunderli, 17. November 2018)

Die Biker zeigen auf der welligen Anlage ihr Können. (Bild: Dominik Wunderli, 17. November 2018)

Und sind sichtlich begeistert von der neuen Outdoor-Anlage. (Bild: Dominik Wunderli, 17. November 2018)

Auch stilistisch gibt es bei den Mitgliedern des Roller Derby Teams der Hellveticats Luzern nichts zu bemängeln. (Bild: Dominik Wunderli, 17. November 2018)
Egal ob mit Rollschuhen, dem Bike oder dem Rollbrett: Die Pumptrack-Anlage steht offen für alle. (Bild: Dominik Wunderli, 17. November 2018)
Von wegen Männerding: Skaten und Rollerbladen erfreut sich auch bei diesen jungen Frauen grosser Beliebtheit. (Bild: Dominik Wunderli, 17. November 2018)
Die Teilnehmer der Eröffnungsfeier schauen lieber zu, als in der Haut des jungen Bikers zu stecken. (Bild: Dominik Wunderli, 17. November 2018)
Die 1000 Quadratmeter grosse Asphalt-Anlage kostete die Stadt Luzern inklusive Begrünung und Entwässerung 130'000 Franken. (Bild: Dominik Wunderli, 17. November 2018)

Die Stadt Luzern hofft, dass die neue Anlage zu einem Treffpunkt für Familien wird. (Bild: Dominik Wunderli, 17. November 2018)
Der Luzerner Stadtpräsident Beat Züsli beobachtet an der Eröffnungsfeier die mutigen Fahrer. (Bild: Dominik Wunderli, 17. November 2018)
Die Biker zeigen ihre mutigen Tricks. (Bild: Dominik Wunderli, 17. November 2018)

Auch bei den Kleinsten scheint die Anlage anzukommen. (Bild: Dominik Wunderli, 17. November 2018)

Professionell sehen sie aus: Die jungen Biker testen die neue Anlage. (Bild: Dominik Wunderli, 17. November 2018)

13 Bilder

Pumptrack: Die erste Luzerner Anlage ist eröffnet

Asphaltbelag setzt sich durch

Gebaut hat den Pumptrack die Firma Velo Solutions aus Flims, die weltweit solche Anlagen realisiert. «Kein einziger Pumptrack ist gleich. Wir passen ihn an den Ort an», sagt Projektzeichner Dominik Bosshard (27). Im Gegensatz zu einer grossen BMX-Bahn lasse sich ein solcher Pumptrack dank dem runden Design auf relativ engem Raum realisieren. Eine Herausforderung sei dabei, den Track so zu designen, dass er sowohl für Profis als auch für Anfänger geeignet ist. Auch beim Belag habe man zuerst etwas tüfteln müssen. «Schlussendlich hat sich Asphalt durchgesetzt. Er bietet eine perfekte Rollmöglichkeit», sagt Bosshard.

Wie sich am Samstag zeigte, sind längst nicht nur BMX und Bikes auf dem Pumptrack unterwegs, sondern alles, was Rollen hat. Neben Kindern mit Kickboards auch Rollschuhfahrerinnen des Roller Derby Teams ­Hellveticats. Rollerderby ist ein Vollkontaktsport, bei dem Fahrerinnen sich auf einer ovalen Bahn zu überholen und blockieren versuchen. «Bei unserem Sport geht es ziemlich grob zu. Deshalb müssen wir stabil auf unseren Rollschuhen stehen können. Der Pumptrack eignet sich prima, um die Stabilität trainieren zu können», sagt Spielerin Susanne Marty (35).

Nach spektakulären Darbietungen, bei denen ein Velofahrer gar einen Rückwärtssalto zeigte, konnten auch Besucherinnen und Besucher testen. Ein Angebot, das Dutzende gerne in Anspruch nahmen.

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